Sardiniens schönste Strände sind kein Marketingversprechen, sie existieren wirklich. Im Jahr 2025 hat The World’s 50 Best Beaches Cala Goloritzé zum schönsten Strand der Welt gekürt. Nicht irgendein Mittelmeerort: eine ganz bestimmte, einzigartige Bucht an der sardischen Küste. Dieser Leitfaden stellt alle 27 vor, in der richtigen Reihenfolge, mit den Informationen, die wirklich zählen: Zugang, tatsächliche Auslastung, Buchungspflichten und einige Wahrheiten, die Reisekataloge gern verschweigen.
Golf von Orosei und Ogliastra: Buchten, die man sich verdienen muss
Vierzig Kilometer senkrechte Kalksteinküste, fast ausschließlich per Boot oder anspruchsvollem Trekking erreichbar. Keine Straße führt hinunter ans Meer. Das macht den Golf von Orosei einzigartig in Europa.
1. Cala Goloritzé: der schönste Strand der Welt


Im Jahr 2025 hat The World’s 50 Best Beaches ihn auf Platz eins der Welt gesetzt. Für Sardinienkennner ist das keine Überraschung: Cala Goloritzé ist seit 1993 Nationales Naturdenkmal und gilt seit Jahrzehnten als eines der spektakulärsten Strände des Mittelmeers.
Der Strand öffnet sich unter den Klippen der Punta Caroddi, einer Kalksteinnadel von über 140 Metern Höhe. Das feine weiße Kieselgestein wirkt fast lackiert im Licht, und die Wasserfarbe ändert sich mit der Tiefe: smaragdgrün am Ufer, kobaltblau in der Ferne. Unterirdische Karstquellen sorgen für eine fast unwirkliche Transparenz.
Anreise: nur per Boot (Ausflug von Cala Gonone, Baunei oder Santa Maria Navarrese) oder zu Fuß vom Hochplateau Golgo über einen Wanderweg von etwa 3,5 km. Die Gemeinde Baunei erhebt einen Umweltbeitrag für den Zugang: aktuelle Gebühren vor der Abreise auf der offiziellen Website prüfen. In der Hochsaison empfiehlt sich die Anreise per Boot in den frühen Morgenstunden.
2. Cala Mariolu: Kieselsteine wie Schneeflocken


Der sardische Name lautet Ispuligi de nìe, wörtlich „Schneeflocken“. Die weißen und rosafarbenen Kiesel aus Kalziumkarbonat, jahrhundertelang vom Wasser geschliffen, erinnern genau daran. TripAdvisor hat Cala Mariolu 2025 unter die drei schönsten Strände Italiens gewählt.
Die Klippen im Hintergrund überragen 500 Meter. Das Wasser ist klar und tief, ideal zum Schnorcheln über felsigem Grund. Keine Infrastruktur vorhanden: Wasser, Essen und alles Nötige mitbringen. Erreichbar per Boot von Cala Gonone oder Santa Maria Navarrese, oder zu Fuß über einen anspruchsvollen Wanderweg für erfahrene Bergsteiger. Kein Strand für alle, die Komfort suchen.
3. Cala Luna: Grotten, Oleander und Stille


Einer der meistfotografierten Strände des Golfs, mit einem Merkmal, das Fotos nicht einfangen können: Kalksteinhöhlen, die sich direkt am Strand öffnen, und bunte Oleander, die in ihrem Inneren wachsen und einen unmöglichen Naturgarten bilden.
Der Grund ist gemischt: feiner Sand in der Mitte, Kiesel an den Rändern. Ein kleiner Kiosk ist in der Saison vorhanden. Erreichbar per Boot von Cala Gonone (20 Minuten) oder zu Fuß über die Supramonte-Wege von Dorgali: der kürzeste Weg ist etwa 4 km, der längste 12 km mit erheblichem Höhenunterschied.
4. Cala Sisine: die wildeste Bucht des Golfs


Nur per Boot erreichbar oder über einen Wanderweg von mehr als 4 Stunden vom Ort Baunei. Cala Sisine öffnet sich am Ende der Codula di Sisine, einem tiefen Kalksteintal, mit einer Klippe, die über 400 Meter über dem Meer aufsteigt.
Feiner Sand, transparentes Wasser, null Infrastruktur. Keine Kioske, kein Sonnenschirmverleih. Wer per Boot ankommt, hat etwa eine Stunde Aufenthalt. Wer zu Fuß kommt, trägt alles selbst. Es ist der schwierigste zugängliche Strand dieser Liste, und wahrscheinlich der authentischste.
5. Piscine di Venere: Wasser wie aus einem anderen Universum


Technisch kein Strand, sondern ein System natürlicher Pools, eingebettet in den Kalkstein der Küste von Baunei, nur per Boot erreichbar. Süßwasserquellen mischen sich mit dem Meerwasser und erzeugen ein fast fluoreszierendes Türkis, eine Leuchtkraft, die Fotos nie vollständig wiedergeben.
Der Grund ist flach und geschützt, die Sichtweite erreicht an ruhigen Tagen mehrere Meter. Es ist eine der gefragtesten Stopps auf Schlauchboottouren, die von Cala Gonone und Santa Maria Navarrese starten. Kein Landzugang vorhanden.
Nordosten: Siniscola und Orosei
Die nordöstliche Küste zwischen Siniscola und Orosei wechselt zwischen Naturschutzgebiet-Stränden und ausgestatteten Strandabschnitten. Die Auslastung ist geringer als im Golf von Orosei, im August jedoch trotzdem hoch. September ist der richtige Monat für diese Strände.
6. Biderosa: das Naturschutzgebiet mit dem Pinienwald


In der Gemeinde Orosei schützt Biderosa als Naturreservat eines der ausgedehntesten Küstenpinienforste Ostsardiniens. Der Strand ist lang und sandig, das Wasser flach und sehr ruhig, ideal für Kleinkinder.
Der Zugang ist mit Pflichtreservierung kontingentiert: Die tägliche Besucherzahl ist begrenzt, um das Reservat zu schützen. Kostenpflichtiger Parkplatz weit vom Strand entfernt. Verglichen mit dem Chaos von Cala Brandinchi oder La Cinta atmet man hier wirklich auf. Die Vorausplänung lohnt sich.
7. Berchida: Wacholderdünen im Nordosten


Im Gebiet von Siniscola gehört Berchida zu einem Naturreservat und zeichnet sich durch weiße Sanddünen aus, die von jahrhundertealten Wacholderbäumen befestigt werden. Wenig bekannt im Vergleich zu den Stränden von San Teodoro, bleibt er auch in der Hochsaison wenig überfüllt.
Zugang über eine Schotterstraße, kostenpflichtiger Parkplatz. Im Sommer sind Katamaran- und Bootsverleih verfügbar. Flacher Sandgrund mit ruhigem Wasser.
8. Capo Comino: der Leuchtturm, die Dünen und das flache Wasser


Wenige Kilometer von Siniscola entfernt ist Capo Comino einer der unterschätztesten Strände des Nordostens. Der historische Leuchtturm auf dem gleichnamigen Vorgebirge ist der visuelle Orientierungspunkt. Davor erstreckt sich ein heller Sandstrand mit flachem, ruhigem Wasser, geschützt durch die geografische Lage der Bucht.
Ideal für Familien mit Kleinkindern. Infrastruktur vorhanden, Anfahrt mit dem Auto problemlos. Taucht in keiner großen Reiseoptimlisten auf, was für sich schon eine gute Nachricht ist.
Gallura und Archipel von La Maddalena
Der Nordosten Sardiniens ist im Ausland am bekanntesten, mit Granitroséstränden, transparentem Wasser und den Inseln des Archipels. Zwischen Juli und August auch am stärksten überfüllt.
9. Cala Brandinchi, San Teodoro: das kleine Tahiti


Der zugänglichste unter den großen Stränden des Nordostens. Feinster weißer Sand, flaches und ruhiges Wasser wie in einem Pool, Blick auf die Insel Tavolara am Horizont. Nicht ohne Grund nennen sie ihn „Kleines Tahiti“.
Im August stark überfüllt. Kostenpflichtiger Parkplatz, füllt sich früh. In der Hochsaison vor 9 Uhr ankommen. Außerhalb der Hochsaison, zwischen Juni und der zweiten Septemberwoche, ist er einer der schönsten Strände Italiens ohne Einschränkung. Er lässt sich gut mit La Cinta kombinieren, nur zehn Minuten entfernt.
10. La Cinta, San Teodoro: fünf Kilometer ohne Ende


Fünf Kilometer weißer Sand zwischen San Teodoro und dem dahinterliegenden Lagune, mit einem Pinienwald auf der Innenseite und dem offenen Meer auf der Außenseite. La Cinta ist lang, frei und ohne Buchungspflicht: Man findet immer einen ruhigen Platz.
Der Nordwind (Maestrale) weht häufig, was den Strand ideal für Kite- und Windsurfer macht, aber weniger geeignet für alle, die absolute Ruhe suchen. Die dahinterliegende Lagune beherbergt Flamingos.
11. Cala Coticcio, Caprera: das Tahiti der Sarden


Auf der Insel Caprera, im Archipel von La Maddalena. Zwei Buchten aus rosafarbenem Granit, zweifarbig transparentes Wasser, Grund der zwischen Sand und Felsen wechselt. Im Sommer werden Besuche mit verpflichtender Begleitung organisiert, um den Umweltauswirkung zu begrenzen: im Voraus buchen.
Per Boot von Palau oder La Maddalena erreichbar, oder zu Fuß vom Innenbereich Capreras über einen Wanderweg von etwa 40 Minuten. Das Schnorcheln ist außergewöhnlich: Die Granitböden beherbergen eine unerwartete Artenvielfalt.
12. Rosa Strand von Budelli: Betreten des Sandes verboten


Nicht zu Fuß zugänglich. Seit 1994 verbietet der Nationalpark des Archipels von La Maddalena den physischen Zugang, um die rosa Farbe des Sandes zu erhalten, die von Schalen des Foraminiferen Miniacina miniacea stammt. Er wird vom Wasser aus bewundert, vom Schlauchboot oder Katamaran aus. Die Insel Budelli wird im Rahmen einer Archipeltour besucht.
Der rosa Sand ist vor allem unter Wasser sichtbar, weniger auf dem trockenen Strand. Luftaufnahmen zeigen ihn besser als ein Nahbesuch vom Boot. Die Archipelrundfahrt lohnt sich trotzdem.
13. Spiaggia del Principe, Costa Smeralda: die Perle des Nordostens


Lokal bekannt als Portu Li Coggi, ist er der schönste Strand der Costa Smeralda und einer der meistfotografierten Italiens. Seefichten, Granit, Wasser das in wenigen Metern von Grün nach Blau wechselt. Kostenpflichtiger Parkplatz mit 10 Minuten Fußweg: Wer erwartet, direkt bis ans Ufer zu fahren, wird überrascht sein.
Infrastruktur vorhanden und von guter Qualität. Die Auslastung im August ist hoch, aber der Strand ist groß genug, um sie aufzunehmen. Er ist der „ausgestattetste“ unter den wilden Stränden des Nordostens.
Nordwesten: Sassari, Stintino und Alghero
Der Nordwesten ist weniger frequentiert als die Gallura, beherbergt aber einige der ikonischsten Strände der Insel. Der Maestrale ist hier ein Hauptdarsteller und beeinflusst die Wasserqualität entscheidend.
14. La Pelosa, Stintino: die Karibik des Mittelmeers

Sardiniens bekanntester Strand in Italien, und wahrscheinlich einer der meistfotografierten Europas. Sehr flacher Grund, feiner weißer Sand, grün-türkisfarbenes Wasser, aragonesischer Turm auf dem vorgelagerten Inselchen. Die Fotos lügen nicht.
Seit 2020 ist der Zugang auf eine bestimmte Personenzahl begrenzt: Pflichtbuchung über die offizielle App spiaggialapelosa.it, mit etwa 1.500 Tagesplätzen. Buchungen für Juli- und August-Wochenenden sind in den frühen Morgenstunden vergriffen. Strandmatten Pflicht, um das Mitnehmen von Sand zu verhindern: Kauf und Verleih vor Ort möglich.
Etwas, das Reiseseiten nicht sagen: Wenn der Maestrale stark weht (was in dieser Zone häufig vorkommt), sinkt die Sichtweite, das Wasser wird unruhig und La Pelosa verliert einen Großteil seines Reizes. Windvorhersage vor der Buchung unbedingt prüfen.
15. Spiaggia del Lazzaretto, Alghero: das vergessene Juwel des Nordwestens


Zwischen Alghero und der Lagune von Calich wird die Spiaggia del Lazzaretto von allgemeinen Reiseführern praktisch ignoriert, trotz ihrer Qualität. Heller Sand, türkisfarbenes Wasser, dahinterliegender Pinienwald, panoramischer spanischer Turm auf dem Vorgebirge.
Nie so überfüllt wie La Pelosa, obwohl weniger als zehn Minuten von Alghero entfernt. Das Wasser ist weniger „postkartenmäßig“ als La Pelosa, aber ruhiger und weniger windexponiert. Eine echte Alternative für alle, die La Pelosa ausgebucht vorfinden oder das Gedränge meiden möchten.
16. Porto Ferro, Sassari: schwarze Dünen und Surferwind


Einer der unbekanntesten und bemerkenswertesten Strände ganz Sardiniens. Porto Ferro zeichnet sich durch Dünen aus dunklem Sand vulkanischen Ursprungs aus, eine fast einzigartige Eigenschaft auf der Insel. Der ständige Nordwind macht ihn zu einem Referenzpunkt für Surf und Kitesurfen.
Zugang über eine Schotterstraße. Fast kein Massentourismus. Das Meer ist offen und die Strömungen können anspruchsvoll sein: kein Strand für Wasseranfänger. Für alle, die Authentizität suchen und touristischen Kreisläufen fernbleiben möchten, ist er eine der besten Entscheidungen auf ganz Sardinien.
Halbinsel Sinis: der Quarz und die Nuraghentempel
17. Is Arutas, Oristano: der Quarzsandstrand


Der Boden besteht aus weißen und rosafarbenen Quarzkörnern, abgerundet und glänzend, so groß wie ein Reiskorn. Es ist per Gesetz verboten, sie mitzunehmen: Die Vorschrift gilt seit 2017 und wird tatsächlich durchgesetzt. Die Wasserfarbe ist außergewöhnlich, genau wegen der Lichtbrechung auf diesem ungewöhnlichen Boden.
Ruhiges, flaches Wasser, ideal für Familien. Liegt auf der Halbinsel Sinis, wenige Kilometer von den archäologischen Stätten Tharros und dem Ort Cabras entfernt. Wer sich in der Region Oristano befindet, kann ihn gut mit einem Kulturbesuch verbinden.
Süden, Costa Verde und Sulcis
Sardiniens Süden vereint sehr unterschiedliche Strände: von den geschützten Buchten Villasimius bis zur wilden Weite von Piscinas, durch die lokalen Strände des Cagliaritano und dem Küstenstreifen Costa Rei. Sie in einem Abschnitt zusammenzufassen ergibt geografisch Sinn, erfordert aber ein Auto: Die Entfernungen sind beträchtlich.
18. Porto Giunco, Villasimius: Meer und Flamingos gleichzeitig


Porto Giunco bietet ein in Sardinien einzigartiges Doppelschauspiel: das türkisfarbene Meer des Meeresschutzgebiets Capo Carbonara auf der einen, der Stagno di Notteri mit rosafarbenen Flamingos auf der anderen Seite. Die beiden Welten sind durch einen Sandstreifen getrennt, auf dem man entlanglaufen kann.
Das Schnorcheln auf den seitlichen Felsen gehört zu den besten im Süden Sardiniens: Der Meeresschutz hat die Artenvielfalt der Böden bewahrt. Kostenpflichtiger Parkplatz, Infrastruktur vorhanden, auch im August nie völlig überfüllt.
19. Punta Molentis, Villasimius: die zweifarbige Bucht


Eines der meistgeteilten Fotos Sardiniens: zwei Wasserflächen unterschiedlicher Farbe, getrennt durch einen hauchdünnen Sandstreifen. Punta Molentis ist per kostenpflichtigem Shuttle oder zu Fuß über einen etwa 20-minütigen Weg erreichbar.
Der nördliche Teil der Bucht ist ruhig und sandig, der südliche offener mit felsigem Untergrund. Kein freier Pkw-Zugang: Wahrscheinlich genau deshalb ist er noch gut erhalten.
20. Mari Pintau, Quartu Sant’Elena: das bemalte Meer


Auf Sardisch bedeutet „mari pintau“ genau das, was man sieht: ein bemaltes Meer. Das Lichtspiel auf dem Kiesel- und Felsuntergrund erzeugt türkis-smaragdgrüne Abstufungen, die sich stündlich verändern. Etwa 20 km von Cagliari entfernt, entlang der SP17 Richtung Villasimius, in der Ortschaft Geremeas.
Der Strand ist klein (etwa 270 Meter Länge) und der Parkplatz sehr begrenzt. Im Sommer parken die Autos entlang des gesamten Straßenrands der SP17, weit über die ausgewiesenen Bereiche hinaus: ein Detail, das die Einwohner Cagliaris gut kennen. Seit 2024 hat die Gemeinde Quartu Sant’Elena die direkte Verwaltung übernommen. Der Strand gehört zum SIC ITB040051 des Natura-2000-Netzes.
Der Boden besteht aus Granit-Kieselsteinen, die beim Betreten des Wassers zu feinstem Sand werden. Ideal zum Schnorcheln. Sehr frequentiert von Einheimischen aus Cagliari, weniger von ausländischen Touristen: einer jener Orte, die wirklich für die Locals existieren.
21. Spiaggia di Solanas, Sinnai: die Bucht von Capo Boi


In der Gemeinde Sinnai erstreckt sich die Spiaggia di Solanas über etwa einen Kilometer zwischen dem Vorgebirge Capo Boi und Punta Porto Perdosu, mit dem spanischen Turm von Capo Boi, der den südöstlichen Horizont dominiert. Der Sand ist golden und fein, das Wasser transparent mit Farbtönen von Smaragdgrün bis Himmelblau.
Der Wind ist konstant: Diese Exposition macht ihn ideal für Windsurfen und Kitesurfen, während das Meer an manchen Tagen aufgewühlt ist. Der Grund fällt nach der Brandungszone rasch ab. Eine Tauchschule und Schlauchbootverleih sind vorhanden, um die seitlichen, nur per Boot erreichbaren Buchten zu erkunden. Etwa 12 km von Villasimius, etwa 30 km von Cagliari entfernt.
22. Spiaggia di Santa Giusta, Castiadas: der Scoglio di Peppino


In der Gemeinde Castiadas, an der nördlichen Grenze von Costa Rei, erstreckt sich die Spiaggia di Santa Giusta über etwa 1,2 km mit weißem, feinem Sand und flachem, transparentem Wasser, der typische „Pooleffekt“, der diesen Teil der sardischen Küste für Kinder sicher macht.
Der Orientierungspunkt ist der Scoglio di Peppino: ein fast hundert Meter langer Granitfelsen, in der Form einer Schildkröte ähnelnd, der wenige Schritte vom Ufer aus dem Meer ragt. Bei Niedrigwasser ist er zu Fuß erreichbar und markiert die Grenze zwischen Castiadas und Muravera. Am Ende des Strandes steht eine Bronzestatue des segnenden Christus. Gut ausgestattet in der Saison, kostenpflichtiger Parkplatz.
23. Cala Sinzias, Castiadas: zwei Kilometer preisgekröntes Wasser


Sieben Kilometer von Costa Rei und fünfzehn von Villasimius entfernt ist Cala Sinzias eine zwei Kilometer lange Fläche aus feinem, weißem Sand, umgeben von einem Eukalyptuswald und bewaldeten Hügeln. Goletta Verde von Legambiente hat ihn unter die reinsten Gewässer des gesamten Mittelmeers eingestuft.
Der Wind ist häufig: ideal für Windsurfen und Kitesurfen. Der Grund ist trotz Flachheit unregelmäßig, mit versunkenen Riffen, die Schnorchler und Taucher anziehen. Zwei Campingplätze blicken direkt auf den Strand. Kostenpflichtiger Parkplatz; im Sommer verkehren Shuttlebusse von Costa Rei. Behindertengerecht zugänglich.
24. Tuerredda, Teulada: das blaueste Dreieck des Südens
Eine windgeschützte Bucht mit einer kleinen Insel, die in etwa fünf Minuten Schwimmen vom Ufer erreichbar ist. Das Wasserdreieck zwischen Strand und Inselchen ist von einem tiefen Blau, das man an kaum einem anderen Mittelmeer-Strand findet.
In der Hochsaison ist der Zugang kontingentiert: Die Straße für Fahrzeuge ist ab einer gewissen Zeit gesperrt, und der Strand wird per Shuttle erreicht. Bewirtschaftete Zone und Freizone vorhanden. Das Schnorcheln auf den seitlichen Felsen ist bemerkenswert.
25. Su Giudeu, Chia: Wacholderdünen und ruhiges Meer


Die Dünen von Su Giudeu gehören zu den höchsten in Südwestsardinien. Jahrhundertealte Wacholderbäume besiedeln sie und bilden ein dichtes, duftendes Gestrüpp. Das Meer ist in der Regel flach und ruhig, geschützt durch die Ausrichtung der Küste.
Der Wind weht oft: Der Strand wird von Kite- und Windsurfern frequentiert. Bei Niedrigwasser erscheint ein Sandweg zur einer kleinen Insel. Die aragonesischen Türme von Chia sind vom Ufer aus sichtbar. Gut kombinierbar mit einem Besuch der punisch-römischen Stätte Bithia wenige Kilometer entfernt.
26. Piscinas, Costa Verde: die Sahara Sardiniens


Die Dünen von Piscinas erreichen 60 Meter Höhe und sind die höchsten Europas. Eine Wüstenlandschaft, die man hier nicht erwartet: goldener Sand, Macchia mediterranea, kein Service, keine Sonnenschirme. Die Zufahrtsstraße ist eine Schotterpiste, die ein Auto mit ausreichend Bodenfreiheit erfordert.
Die Meeresströmungen sind anspruchsvoll: Piscinas ist kein Strand für Schwimmanfänger oder Kleinkinder. Für alle, die ein authentisches Erlebnis fernab des Massentourismus suchen, ist er einer der schönsten Orte der Insel. Am besten im Juni, September oder Oktober: Auch im August kommt hier der eine oder andere.
27. Cala Domestica, Buggerru: der Durchgangstunnel


Eine Kalksteinbucht im Sulcis-Iglesiente mit einer Besonderheit: eine Grotte, die durch den Fels führt und zu einer zweiten, versteckten Bucht gelangt, nur zu Fuß durch den natürlichen Tunnel erreichbar. Ein architektonisches Naturmerkmal, das weltweit wenige Strände vorweisen können.
Ein aragonesischer Turm dominiert das nördliche Vorgebirge. Klares Wasser, sandiger Grund. Ehemaliges Bergbaugebiet: Die Industrieruinen im Hinterland fügen einen ungewöhnlichen historischen Kontext hinzu. Auch im August wenig überfüllt, wahrscheinlich aufgrund der Entfernung zu den wichtigsten Tourismuszentren des Südens.
Übersicht: Welcher Strand ist der richtige für dich?
| Nr. | Strand | Gebiet | Untergrund | Anreise | Ideal für | Reservierung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Cala Goloritzé | Golf von Orosei | Weißer Kies | Boot oder 3,5 km Wanderung | Absolute Schönheit, Schnorcheln | Umweltbeitrag Baunei |
| 2 | Cala Mariolu | Golf von Orosei | Weiß/rosa Kies | Boot oder Wanderung | Schnorcheln, Natur | Nein |
| 3 | Cala Luna | Golf von Orosei | Sand + Kies | Boot oder Wanderung | Grotten, Natur | Nein |
| 4 | Cala Sisine | Golf von Orosei | Feiner Sand | Boot oder Wanderung (4h+) | Einsamkeit, Abenteuer | Nein |
| 5 | Piscine di Venere | Golf von Orosei | Kalkstein | Nur Boot | Schnorcheln, Naturpools | Nein |
| 6 | Biderosa | Orosei | Feiner Sand | Auto + Reservierungseintritt | Familien, Naturreservat | Ja |
| 7 | Berchida | Siniscola | Weißer Sand | Auto (Schotter) | Natur, Erholung | Nein |
| 8 | Capo Comino | Siniscola | Sand, flaches Wasser | Auto | Familien, Kinder | Nein |
| 9 | Cala Brandinchi | San Teodoro | Feinsandiger Sand | Auto | Familien, Schönheit | Nein |
| 10 | La Cinta | San Teodoro | Weißer Sand | Auto | Spaziergänge, Wind | Nein |
| 11 | Cala Coticcio | Archipel Maddalena | Rosa Granit, Sand | Boot oder Wanderung | Schnorcheln, Paare | Ja (Führung) |
| 12 | Rosa Strand Budelli | Archipel Maddalena | Rosa Sand | Nur Boot | Fotografie, Boot | Ja (nur Boot) |
| 13 | Spiaggia del Principe | Costa Smeralda | Granit, Sand | Auto + 10 Min. Fußweg | Schönheit, Service | Nein |
| 14 | La Pelosa | Stintino | Feinster weißer Sand | Auto + App | Flaches Wasser | Ja (App Pflicht) |
| 15 | Lazzaretto | Alghero | Heller Sand | Auto | Alternative La Pelosa | Nein |
| 16 | Porto Ferro | Sassari | Dunkle Dünen | Auto (Schotter) | Surfen, Authentizität | Nein |
| 17 | Is Arutas | Sinis/Oristano | Weiß/rosa Quarz | Auto | Familien, Einzigartigkeit | Nein |
| 18 | Porto Giunco | Villasimius | Sand, Felsen | Auto | Flamingos, Schnorcheln | Nein |
| 19 | Punta Molentis | Villasimius | Weißer Sand | Shuttle oder Weg | Fotografie, Schönheit | Nein |
| 20 | Mari Pintau | Quartu Sant’Elena | Kiesel + Sand | Auto (wenig Parkplätze) | Schnorcheln, Einheimische | Nein |
| 21 | Solanas | Sinnai | Goldener Sand | Auto | Surfen, Tauchen, Familien | Nein |
| 22 | Santa Giusta | Castiadas | Feiner weißer Sand | Auto | Familien, Kinder | Nein |
| 23 | Cala Sinzias | Castiadas | Feiner Sand | Auto | Surfen, Schnorcheln, Camping | Nein |
| 24 | Tuerredda | Teulada | Sand + Felsen | Shuttle in der Saison | Schnorcheln, Inselchen | Ja (Saison) |
| 25 | Su Giudeu | Chia | Sand, Dünen | Auto | Kite, Dünen, Natur | Nein |
| 26 | Piscinas | Costa Verde | Sand + 60m Dünen | Auto (Schotter) | Einsamkeit, Dünen | Nein |
| 27 | Cala Domestica | Buggerru | Sand + Fels | Auto | Grotte, Geschichte | Nein |
Aktivitäten: Ausflüge, Bootstouren und Wassersport
Einige der schönsten Strände sind nur per Boot erreichbar. Die buchbaren Optionen sind zahlreich und für jedes Budget.
Schlauchboottour im Golf von Orosei ab Cala Gonone
Der klassische Ausflug, um Cala Goloritzé, Cala Mariolu, Cala Biriola und die Piscine di Venere an einem einzigen Tag zu sehen. Kleine Schlauchboote (max. 12 Personen) garantieren ein intimeres Erlebnis als große Motorboote. Schnorchelstopps inbegriffen, Ausrüstung an Bord.
Bootstour im Golf von Orosei auf Viator buchen
Geführte Bootstour entlang der Küste von Baunei (ganzer Tag)
Abfahrt von Santa Maria Navarrese oder Arbatax. Reiseroute entlang der gesamten Südküste des Golfs von Orosei, mit Stopps an Cala Goloritzé, Cala Mariolu und Cala Luna. Lokaler Guide an Bord mit Kommentar zur Geschichte und Geologie des Golfs.
Geführte Bootstour auf Viator buchen
Privatschlauchboottour Cala Mariolu und Cala Goloritzé mit Skipper
Option für alle, die mehr Flexibilität bei Stopps und Aufenthaltsdauer möchten. Kleine Gruppe, eigener Skipper, anpassbare Route. Inkl. Piscine di Venere und Cala dei Gabbiani.
Privattour mit Skipper auf Viator buchen
Schnorcheln im Meeresschutzgebiet Capo Carbonara, Villasimius
Bootsausflug mit Meeresbiologin in den Unterwasserwelten des Schutzgebiets Capo Carbonara, zwischen den Inseln Cavoli und Serpentara. Dauer etwa 4 Stunden, kleine Gruppen (max. 15 Personen), Schnorchelausrüstung inbegriffen, Getränke an Bord. Eines der artenreichsten Schnorchelgebiete des Mittelmeers.
Schnorcheln in Villasimius auf Viator buchen
Bootstour im Archipel von La Maddalena ab Palau (ganzer Tag)
Die meistgebuchte Tour des Archipels: Abfahrt von Palau, Stopps an Spargi, Budelli (Aussicht auf den Rosa Strand), Santa Maria und mit optionalem Endstop an Cala Coticcio auf Caprera. Kommentar in mehreren Sprachen, Mittagessen an Bord verfügbar. Über 1.100 verifizierte Bewertungen auf Viator.
Archipeltour auf Viator buchen
Schlauchboot und Schnorcheln in Chia und Tuerredda
Schlauchbootausflug entlang der Küste von Chia mit Schnorchelstopps an Cala Cipolla, Capo Malfatano und Tuerredda. Lokaler Skipper an Bord, Abfahrt mit Transfer von Cagliari. Die Südküste wird aus einer Perspektive erkundet, die vom Trockenen nicht existiert.
Schlauchboottour in Chia auf Viator buchen
Anreise und Mobilität: Mietwagen auf Sardinien
Um die meisten Strände dieser Liste zu erreichen, ist ein Auto unverzichtbar. Es gibt keine praktische Alternative, um Piscinas, Porto Ferro, Berchida, Is Arutas oder die Strände von Castiadas ohne eigenes Fahrzeug zu besuchen. Auch für die bekanntesten Strände wie La Pelosa oder Cala Brandinchi erlauben Buszeiten keinen vollen Strandtag.
Preise lassen sich direkt am Ankunftsflughafen vergleichen und buchen:
- Flughafen Cagliari (Elmas): Preisvergleich auf DiscoverCars – empfohlen für Villasimius, Costa Rei, Chia, Piscinas, Oristano
- Flughafen Olbia: Preisvergleich auf DiscoverCars – empfohlen für San Teodoro, Cala Gonone, Archipel, Costa Smeralda
- Flughafen Alghero: Preisvergleich auf DiscoverCars – empfohlen für La Pelosa, Porto Ferro, Stintino
Alle Mietangebote für Sardinien vergleichen: DiscoverCars Sardinien
Die lokale Perspektive: Was Sarden wissen
Drei Dinge, die Einheimische wissen, die Reiseseiten aber nicht sagen.
Der Maestrale ist real. Zwischen Juli und August weht der Nordwestwind manchmal drei bis vier Tage am Stück. Nordexponierte Strände wie La Pelosa oder La Cinta werden kaum nutzbar: Das Meer ist unruhig, Sand fliegt durch die Luft, die Sichtweite unter Wasser bricht ein. Wer im Sommer ruhiges Wasser sucht, wählt ost- oder südexponierte Strände (Villasimius, Costa Rei, Cala Brandinchi), die der Maestrale anders trifft. Windvorhersage auf Windy oder einem maritimen Wetterdienst vor der Abreise prüfen.
August ist zu spät. Die Strände des Golfs von Orosei füllen sich in den mittleren Augustwochen so sehr, dass viele ausländische Touristen das nicht erwarten. Schlauchboote werden Wochen im Voraus gebucht. Die Parkplätze von Cala Gonone sind um 8 Uhr morgens voll. Juni und September sind die Monate, die Sarden seit jeher empfehlen: Das Meer ist schon warm, die Strände halb voll, die Preise allgemein niedriger. Das gilt für fast den gesamten Süden und Nordosten der Insel. Für deutsche Urlauber, die in der Planungsphase im Januar oder Februar buchen, ist September oft die klügere Wahl.
Sardiniens Entfernungen sind eine eigene Kategorie. Auf der Karte scheint alles nah: Cagliari-Cala Gonone sind etwa 200 km, aber die Straße führt durch das Gennargentu-Gebirge und braucht über drei Stunden. Oristano-Stintino sind fast 200 km und zweieinhalb Stunden Fahrt. Wer plant, den Golf von Orosei und die Gallura in derselben Woche zu „erledigen“, ohne Mietwagen oder ohne mindestens vier Fahrtstunden pro Tag zu akzeptieren, riskiert, mehr Zeit im Auto als am Strand zu verbringen. Eine geografische Zone wählen und vertiefen: Das ist die Strategie, die Sarden selbst für ihre Urlaube nutzen.
FAQ zu Sardiniens schönsten Stränden
Welcher ist der schönste Strand auf Sardinien?
Im Jahr 2025 hat The World’s 50 Best Beaches Cala Goloritzé zum schönsten Strand der Welt gewählt. Er liegt in der Gemeinde Baunei, im Golf von Orosei, und ist nur per Boot oder über einen 3,5 km langen Wanderweg vom Hochplateau Golgo erreichbar. Seit 1993 ist er Nationales Naturdenkmal.
Welche Strände auf Sardinien brauchen eine Reservierung?
La Pelosa (Stintino) erfordert eine Pflichtbuchung über die offizielle App spiaggialapelosa.it, mit kostenpflichtigem Ticket. Biderosa (Orosei) erfordert eine Reservierung für den Zugang zum Naturreservat. Cala Coticcio (Caprera) sieht im Sommer Pflichtführungen vor. Die Gemeinde Baunei erhebt einen Umweltbeitrag für den Zugang zu Cala Goloritzé per Boot.
Welcher Teil Sardiniens hat die schönsten Strände?
Das kommt auf das Gewünschte an. Für wilde, spektakuläre Buchten: Golf von Orosei (Cala Goloritzé, Cala Mariolu, Cala Luna). Für türkisfarbenes Wasser und weißen Sand mit guter Infrastruktur: Gallura und Costa Smeralda (Cala Brandinchi, Spiaggia del Principe). Für ruhige, wenig überfüllte Strände: Südosten (Villasimius, Costa Rei, Castiadas).
Wann ist die beste Reisezeit für Sardiniens Strände?
Juni und September sind die von Sarden bevorzugten Monate. Das Meer ist schon warm (22-25°C), die Strände weniger überfüllt als im August, Parkplätze besser erreichbar, Preise allgemein günstiger. Der Juli ist schon Hochsaison, aber in den ersten zwei Wochen noch verträglich. Für deutsche Urlauber, die früh buchen: Frühbuchungen für September sind oft die klügste Entscheidung.
Sind die Strände des Golfs von Orosei wirklich nur per Boot erreichbar?
Fast alle, zumindest die spektakulärsten. Cala Goloritzé, Cala Mariolu, Cala Sisine, Cala Luna und die Piscine di Venere sind alle per Boot von Cala Gonone, Orosei, Baunei oder Santa Maria Navarrese erreichbar. Einige haben alternative Wanderwege (Cala Luna, Cala Goloritzé), erfordern aber 3-12 km Wanderung auf anspruchsvollem Terrain.
Welcher Strand auf Sardinien eignet sich am besten für Familien mit Kindern?
Je nach Alter. Für Kleinkinder, die sicheres Flachwasser suchen: Cala Brandinchi (San Teodoro), Santa Giusta (Castiadas), Capo Comino (Siniscola) und Is Arutas (Oristano). Für Familien, die auch ein Naturerlebnis möchten: Biderosa mit dem Naturreservat und dem Pinienwald.
Quellen
- Sardegna Turismo (Region Sardinien): offizielle Strandprofile
- Gemeinde Castiadas: offizielle Website, Bereich „Il mare“
- Gemeinde Baunei: Zugangsinfos Cala Goloritzé
- The World’s 50 Best Beaches 2025: internationale Klassifizierung
- Ministerio della Cultura (IDESE): Profile der natürlichen Küstengüter
- Goletta Verde, Legambiente: Ranglisten der Meeresgewässer Italiens
- Touristische Vereinigung von Quartu Sant’Elena: Strandprofil Mari Pintau
- SardegnaTurismo: Profile Solanas, Santa Giusta, Cala Sinzias, Mari Pintau









