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Wandern auf Sardinien: 15 Beste Wanderwege (von einem Sarden)

Wandern auf Sardinien bedeutet die Wahl zwischen Küstenpfaden, die an versteckten Buchten enden, und Bergrouten, die durch eines der wildesten Gebiete des Mittelmeers führen. Das Landesinnere, der Supramonte, ist ein Labyrinth aus Kalksteinschluchten und Steineichenwäldern, während die Küste Strände verbirgt, die nur zu Fuß erreichbar sind. Dieser Guide zeigt die 15 besten Wanderwege, geordnet nach Region, mit allen praktischen Details, die du vor dem Losgehen brauchst.

Trekking ed escursioni in Sardegna
Panorama di Arbatax

Die besten Wanderwege im Süden Sardiniens

Der Süden der Insel ist der einfachste Einstieg für Wanderer, mit mehreren Routen, die von Cagliari aus in weniger als einer Stunde erreichbar sind. Einen breiteren Überblick über die Region abseits des Wanderns gibt unser Guide zu Südsardinien.

Sella del Diavolo

Sella del Diavolo 2

Länge: 3 km hin und zurück. Schwierigkeit: leicht. Routentyp: Stichweg. Startpunkt: Strand Calamosca, Cagliari.

Das ist wahrscheinlich die am leichtesten zugängliche Wanderung der Insel. Der Weg beginnt direkt hinter dem Stadtstrand Calamosca in Cagliari und führt hinauf zur Sella del Diavolo, einem Felsvorsprung mit Blick über den Golf von Cagliari und den Strand Poetto. Für die gesamte Strecke braucht man etwa zwei Stunden, das Gelände ist stellenweise uneben, festes Schuhwerk lohnt sich trotz der kurzen Distanz. Familien gehen diesen Weg regelmäßig, er funktioniert das ganze Jahr über: kurz genug für die knapperen Wintertage, kurz genug, dass die Sommerhitze selten zum Problem wird.

Entlang der Strecke gibt es keine Trinkwasserstellen. Wasser sollte man an den Kiosken bei Calamosca kaufen, bevor man startet.

Die Römerstraße nach Su Cordolinu

Länge: etwa 14 km hin und zurück. Schwierigkeit: leicht. Routentyp: Stichweg. Startpunkt: Pinus Village, bei Chia.

Ein leichter, breiter Weg, der einer alten Römerstraße entlang der Küste folgt, von Pinus Village, rund eine Autostunde von Cagliari entfernt, bis zur kleinen Insel Su Cordolinu. Rechne mit etwa vier Stunden hin und zurück, länger, wenn man am Strand eine Pause einlegt. Der Pfad ist breit genug für Fahrräder, man teilt sich den Weg also mit Radfahrern.

Am Ziel angekommen führt ein steilerer Abstieg zu einem kleinen Strand, bei Ebbe kann man zur Insel selbst hinüberlaufen. Entlang der Route gibt es keine Kioske, also Verpflegung für die gesamte Tour einplanen.

Von Cala Cipolla nach Tuerredda

Cala Cipolla 2

Länge: etwa 18 km, falls man die gesamte Strecke zu Fuß zurücklegt. Schwierigkeit: leicht bis mittel. Routentyp: Streckenwanderung, am besten mit zwei Autos. Startpunkt: Cala Cipolla, bei Chia.

Eine Autostunde von Cagliari entfernt liegt Cala Cipolla, der Startpunkt eines Küstenwegs, der bei Tuerredda endet, einem der bekanntesten Strände Sardiniens. Unterwegs passiert man Capo Spartivento, einen ehemaligen Leuchtturm, der heute ein Boutique Hotel ist, sowie zwei Strände, Pedra Longa und Cala Antoniareddu, die mit dem Auto nicht erreichbar sind.

Der Weg ist je nach Umweg leicht bis mittel anspruchsvoll, der Anstieg beim alten Observatorium ist der anstrengendste Abschnitt. Da es sich nicht um eine Rundtour handelt, organisieren die meisten Wanderer entweder zwei Autos, eines an jedem Ende, oder buchen eine geführte Wanderung mit Rücktransfer.

Von Masua Pan di Zucchero nach Cala Domestica

Pan di Zucchero 3

Länge: 12 km einfach, 24 km hin und zurück. Schwierigkeit: anspruchsvoll. Routentyp: Streckenwanderung. Startpunkt: Masua Pan di Zucchero.

Mit 12 km einfacher Strecke gehört dieser Weg zu den technisch anspruchsvolleren Routen der Insel. Er beginnt in Masua, nahe der Felsnadel Pan di Zucchero, und endet in Cala Domestica, einer Bucht, die wie ein kleiner Fjord geformt ist. Stellenweise verengt sich der Pfad auf kaum 50 Zentimeter und verläuft entlang von Klippen durch dichtes mediterranes Gestrüpp.

Wegen des Geländes und der Bergbaugeschichte entlang der Route ziehen viele Wanderer eine geführte Gruppe der Solotour vor. Das Gebiet um Nebida und Masua ist geprägt von stillgelegten Minen aus Sardiniens Industriegeschichte, darunter das eindrucksvolle Porto Flavia, ein direkt in die Klippe geschlagener Tunnel zur Verladung von Mineralien auf Schiffe. Es lohnt sich, dafür zusätzliche Zeit einzuplanen. Cala Domestica selbst liegt unterhalb eines Hügels mit einem spanischen Wachturm, mit Dünen und den Resten einer alten Bergbaubahn hinter dem Strand. Entlang der Strecke gibt es keine Einrichtungen, also alles Nötige selbst mitbringen.

Is Cannoneris

Länge: etwa 4 km bis zum Gipfel. Schwierigkeit: leicht bis mittel. Routentyp: Stichweg. Startpunkt: Naturschutzgebiet Is Cannoneris.

Für etwas Ruhigeres lohnt sich Is Cannoneris, einer der ältesten Eichenwälder Europas im Südwesten der Insel, nahe der Grenze zum Sulcis. Der Wald bleibt selbst im Hochsommer schattig, was ihn zu einer der besseren Optionen für Familien mit Kindern macht, und die Chance, Ziegen oder den einheimischen Sardischen Hirsch zu sehen, ist real. Belohnt wird man am Gipfel von Punta Sebera auf 979 Metern, mit Aussicht über die gesamte Sulcis Region.

In der Nähe eignen sich die Wasserfälle von Sa Spendula bei Villacidro gut für den gleichen Tag. Der Weg dorthin ist in der ersten Hälfte einfach, steigt dann stetig zum Monte Margiani auf rund 900 Metern an, mit einem Bad unter den Wasserfällen als Belohnung, sofern der Wasserstand mitspielt, denn im Spätsommer nimmt die Wassermenge spürbar ab.

Die besten Wanderwege in Zentralsardinien

Zentralsardinien, genauer das Massiv des Supramonte, ist das Herzstück, auf dem der Ruf der Insel als Wanderziel basiert. Dieses Gebiet steht im Mittelpunkt unseres Guides zu Zentralsardinien, erwarte tiefere Schluchten, längere Anfahrten und Routen, die einen ganzen Tag wert sind.

Gorropu Schlucht

Gola di Gorropu Supramonte

Länge: 8 bis 14 km hin und zurück, je nach Zugang. Schwierigkeit: anspruchsvoll. Routentyp: Stichweg. Startpunkt: Pass Genna ‚e Silana oder Rifugio Gorroppu, bei Dorgali.

Gorropu wird oft als eine der tiefsten Schluchten Europas beschrieben, und ein Spaziergang hindurch macht diese Behauptung glaubwürdig. Es gibt zwei Hauptzugänge: den steileren Weg vom Pass Genna ‚e Silana und den sanfteren ab dem Parkplatz Rifugio Gorroppu bei Dorgali. Beide dauern je nach Tempo zwischen sechs und acht Stunden hin und zurück.

Sobald man den Schluchtboden erreicht, wird eine kleine Eintrittsgebühr fällig, jenseits des Parkplatzes gibt es keine Wasserstellen, das sollte man einplanen. Die Felswände ragen mehr als 400 Meter über dem Flussbett auf, das Mikroklima im Inneren ermöglicht altem Baumbestand zu wachsen, den man sonst nirgends auf der Insel findet. Gorropu liegt am Rand des weiter gefassten Gennargentu Nationalparks (auf Englisch), falls man die Zeit im Gebirge über die Schlucht hinaus ausdehnen möchte.

Cala Goloritzé

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Aerial view of yacht and boats on blue sea at sunny day in summer. Cala Goloritze, Sardinia, Italy. Aerial view of sea lagoon, shore, transparent water, rocks, forest, beach. Top drone view. Seascape

Länge: etwa 7 km hin und zurück. Schwierigkeit: mittel bis anspruchsvoll. Routentyp: Stichweg. Startpunkt: Parkplatz Su Porteddu, Golgo Hochebene, bei Baunei.

Das ist wohl die meistfotografierte Wanderung Sardiniens, aus gutem Grund. Der Weg beginnt am Parkplatz Su Porteddu auf der Golgo Hochebene oberhalb von Baunei und führt etwa 3,5 km hinab zu einem Strand mit natürlichem Felsbogen und einer hohen Kalksteinnadel. Der Abstieg dauert rund eine Stunde, der Aufstieg zurück eher neunzig Minuten, da es die ganze Zeit bergauf geht.

Der Zugang zur Bucht ist begrenzt, man muss den Platz vorab über die App Heart of Sardinia reservieren, eine Regel, die die lokalen Behörden eingeführt haben, um einen Strand zu schützen, der in den 1990er Jahren zum Nationaldenkmal erklärt wurde. Direkt am Strand gibt es keine Versorgung, nur einen kleinen Kiosk beim Parkplatz. Alle Details findest du in unserem vollständigen Guide zu Cala Goloritzé.

Das nuraghische Dorf Tiscali

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Rocky Mountain Landscape Background. Sunset Sky with Sunrays. Near Dorgali, Sardinia, Italy.

Länge: etwa 6 km hin und zurück ab dem Lanaitho Tal. Schwierigkeit: mittel. Routentyp: Stichweg. Startpunkt: Lanaitho Tal, bei Oliena oder Dorgali.

Nicht weit von Dorgali und Oliena führt dieser Weg durch Eichenwald hinauf zu einer Höhle im Inneren eines Berges, in der die Überreste einer antiken nuraghischen Siedlung bis heute unberührt liegen. Die Nuraghen hier stammen aus der Bronzezeit, gerade die Abgeschiedenheit, nur zu Fuß erreichbar, ist der Grund, warum die Ruinen weitgehend intakt geblieben sind. Der Pfad ist nicht durchgehend klar markiert, Rettungseinsätze kommen hier häufiger vor als auf besser beschilderten Routen, ein Guide ist deshalb eine sinnvolle Wahl für weniger erfahrene Wanderer.

Cala Luna

Cala Luna 6

Länge: etwa 14 km hin und zurück. Schwierigkeit: mittel bis schwer. Routentyp: Stichweg, oder einfache Strecke mit Rückfähre im Sommer. Startpunkt: Cala Fuili, bei Cala Gonone.

Ab Cala Fuili, einem kurzen Weg von Cala Gonone entfernt, folgt diese rund 7 km lange Strecke (einfach) der Küste durch Wald und Fels bis zur Cala Luna, einem der meistfotografierten Strände des Golfo di Orosei. Nach Regen wird das Gelände uneben, entlang der Strecke gibt es kein Wasser, also entsprechend vorplanen.

Im Sommer verbindet eine Fähre Cala Luna wieder mit Cala Gonone gegen eine kleine Gebühr, was den Rückweg zu Fuß erspart, falls man die zusätzliche Zeit lieber am Strand verbringt. Unser vollständiger Guide zu Cala Luna hat mehr Details zum Strand selbst und zur Kombination mit einer Bootstour entlang des Golfo di Orosei.

Cala Mariolu

Cala Mariolu 1 1

Länge: variiert je nach Zugang, im Allgemeinen 10 km oder mehr hin und zurück. Schwierigkeit: anspruchsvoll. Routentyp: Stichweg. Startpunkt: Golgo Hochebene, bei Baunei.

Vom gleichen Gebiet wie Cala Goloritzé aus erreichbar, gilt Cala Mariolu als eine der anspruchsvolleren Strandwanderungen im Golfo di Orosei, sowohl wegen der Distanz als auch wegen des Geländes, das stellenweise losen Schotter enthält. Belohnt wird man mit einem Strand aus weißen Kieseln und türkisfarbenem Wasser, der selten überfüllt ist, gerade weil er zu Fuß so schwer erreichbar ist. Viele Wanderer kombinieren die Tour mit einer Bootsrückfahrt ab Cala Gonone oder Santa Maria Navarrese, statt den ganzen Weg zurückzugehen. Details zur Bootsoption liefert unser Guide zu Cala Mariolu.

Die besten Wanderwege im Norden Sardiniens

Der Norden tauscht Schluchten gegen Granitküsten und Naturschutzinseln, dieselben Landschaften, die unser Guide zu Nordsardinien behandelt.

Punta Giglio und Porto Conte

Porto Conte e Capo Caccia da Monte Doglia

Länge: 4 bis 8 km, je nach gewählter Route. Schwierigkeit: leicht bis mittel. Routentyp: Stichweg oder Rundweg. Startpunkt: Regionalpark Porto Conte, bei Alghero.

Der Regionalpark Porto Conte bei Alghero hat fünf markierte Wege, die alle zur Punta Giglio führen, einem Aussichtspunkt über die Bucht. Unser Guide zu Alghero (auf Englisch) beschreibt die Stadt und ihre Küste, falls man dort übernachten möchte. Die Wege hier sind gut ausgeschildert, im Schnitt dauert eine Route etwa neunzig Minuten, manche führen an ehemaligen Militäranlagen vorbei statt durch reine Natur, je nachdem, welche man wählt.

Nationalpark Asinara

Asinara 2

Länge: von 3 km bis 18 km, je nach gewähltem Weg. Schwierigkeit: leicht bis mittel. Routentyp: überwiegend Stichweg. Startpunkt: Fornelli oder Cala d’Oliva, per Fähre erreichbar.

Vor der Nordspitze der Insel gelegen, erreicht man Asinara per Fähre ab Porto Torres oder Stintino. Einst eine Gefängnisinsel, wurde sie 1997 zum Nationalpark, heute übernachten dort nur Parkranger und eine Handvoll Gäste in der Herberge. Wildesel, Wildschweine und der einheimische Sardische Hirsch bewegen sich frei, die Wanderwege reichen von einem kurzen 3 km Spaziergang zu den Ruinen von Castellaccio bis zu einer 18 km langen Küstenwanderung zum Leuchtturm von Cala d’Arena.

Der Weg der weißen Esel und der Pfad der Erinnerung, der an mehreren Orten vorbeiführt, die mit der Geschichte der Insel als ehemaliges Hochsicherheitsgefängnis verbunden sind, sind zwei interessante mittellange Optionen, wenn nur ein Tag zur Verfügung steht. Unser vollständiger Guide zu Asinara behandelt Fährzeiten und Übernachtungsmöglichkeiten auf der Insel.

Capo Testa und das Mondtal

bizarre granite rock and azure bay in capo testa 2021 08 27 21 27 07 utc

Länge: etwa 6,5 km. Schwierigkeit: mäßig anspruchsvoll. Routentyp: Rundweg. Startpunkt: Capo Testa, bei Santa Teresa di Gallura.

Bei Santa Teresa di Gallura haben die Granitformationen von Capo Testa den Beinamen Mondtal erhalten, ein Name aus den Jahrzehnten, als das Gebiet kurzzeitig ein Rückzugsort für Hippies war, davor wurde der Stein hier bereits von den Römern abgebaut. Der Rundweg verbindet Strandzugang mit Panoramablicken Richtung Korsika, führt am spanischen Wachturm von Longosardo vorbei, und ist über weite Strecken auch für Familien machbar, wenige Abschnitte erfordern leichtes Klettern über Felsen. Festes Schuhwerk statt Sandalen ist ratsam, der Granit wird nahe am Wasser rutschig. Mehr zum Ort selbst im Guide zu Santa Teresa di Gallura (auf Englisch).

Fernwanderwege auf Sardinien

Wer mehr als einen Tag Zeit hat, findet auf Sardinien drei lange Routen, die einen Blick wert sind. Keine davon ist ein beiläufiger Zusatz zum Strandurlaub. Sie verlangen Planung, die richtige Jahreszeit und meist externe Unterstützung bei der Logistik, decken dafür aber Gebiete ab, die Tageswanderer nie zu Gesicht bekommen. Wer eine ganze Woche einplant, kann durchaus mehrere Regionen der Insel realistisch miteinander verbinden, ein guter Richtwert für alle, die nach einem mehrtägigen Wanderurlaub auf Sardinien suchen.

Der Selvaggio Blu gilt weithin als die anspruchsvollste Trekkingtour Italiens: sieben Tage, 45 km entlang der Ostküste von Pedra Longa bis Porto Cuau, auf alten Ziegenhirtenpfaden über Klippen und durch Wald, mit Abschnitten, die Seilsicherung erfordern. Ohne organisatorische Unterstützung oder einen lizenzierten Guide sollte man sich daran angesichts der Logistik für Verpflegung, Wasser und Navigation über mehrere Tage nicht versuchen.

Der Sentiero Sardegna ist der sardische Abschnitt des Sentiero Italia und verläuft von Santa Teresa di Gallura im Norden bis Castiadas im Süden. Die gesamte Strecke zu gehen dauert mindestens drei Wochen, die meisten wählen eher einen einzelnen Abschnitt als die komplette Route.

Der Cammino di Santa Barbara ist eine 386 km lange Rundroute durch die Region Sulcis Iglesiente im Südwesten, unterteilt in 24 Etappen von je etwa 16 km, die Feldwege mit Besuchen alter Bergbaudörfer und archäologischer Stätten entlang der Strecke verbindet.

Aktivitäten beim Wandern auf Sardinien: geführte Touren

Mehrere der oben genannten Wege sind mit einem lizenzierten lokalen Guide deutlich einfacher und sicherer, besonders jene ohne klare Rundtour oder mit anspruchsvoller Navigation. Hier sind sechs geführte Erlebnisse, die sich lohnen im Voraus zu buchen.

Geführte Wanderung durch die Gorropu Schlucht ab Orosei oder Dorgali

Eine Tageswanderung in die Schlucht mit lokalem Guide, inklusive Abholung in Orosei oder Dorgali und der Chance, unterwegs Steinadler und Mufflons zu entdecken.

Gorropu Schlucht Wanderung buchen

Cala Goloritzé Trekkingtour mit Guide

Eine geführte Wanderung hinab nach Cala Goloritzé ab Baunei, praktisch, wenn man das Buchungssystem und den Weg nicht allein bewältigen möchte.

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Wanderung zum nuraghischen Dorf Tiscali

Abholung in Orosei, Dorgali oder Oliena, mit einem Guide durch den Eichenwald und hinein in die Höhle, in der das antike Dorf liegt.

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Wanderung im Naturpark Porto Conte mit Aperitif

Ein Rundweg bei Alghero durch den Park Porto Conte, mit Blick auf Capo Caccia und einem lokalen Aperitif zum Abschluss.

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Wanderung zur Sella del Diavolo

Eine geführte Version der Sella del Diavolo Wanderung, mit historischem Hintergrund zu den alten und modernen Wahrzeichen der Gegend.

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Wanderung zur Cala Coticcio mit Aperitif, Caprera

Im äußersten Norden führt dieser Weg auf der Insel Caprera zur Cala Coticcio, manchmal das sardische Tahiti genannt, mit einem lokalen Aperitif zum Abschluss.

Cala Coticcio Wanderung buchen

Fortbewegung: Mietwagen fürs Wandern auf Sardinien

Die meisten der oben genannten Wanderungen sind keine Rundtouren. Das ist der Punkt, den viele unterschätzen. Entweder braucht man zwei Autos, eines an jedem Wegende, oder man nimmt den langen Rückweg auf derselben Strecke in Kauf, oder man bucht eine geführte Tour mit eingebautem Transfer.

Da die Ausgangspunkte über die ganze Insel verteilt liegen, von der Südküste bei Cagliari bis nach Alghero im Nordwesten, macht ein Mietwagen unabhängiges Wandern deutlich praktikabler als sich auf öffentliche Verkehrsmittel zu verlassen, die die meisten dieser Startpunkte kaum erreichen. Busse auf Sardinien verbinden vor allem Ort zu Ort, nicht Ort zu Wanderparkplatz, und das letzte Stück zu einem Parkplatz wie Su Porteddu oder Rifugio Gorroppu verläuft oft über eine schmale Nebenstraße ganz ohne Anbindung. Wer also nach „Sardinien wandern ohne Auto“ sucht: für die meisten Routen dieser Liste ist ein Mietwagen praktisch unverzichtbar, außer man bucht eine geführte Tour mit Transfer.

Falls die Route einen der Streckenwege enthält, Cala Cipolla nach Tuerredda oder Masua nach Cala Domestica, sollte man entweder zwei Fahrzeuge oder eine geführte Tour mit Transfer einplanen. Für jede Stichwanderung dieser Liste, was die meisten kürzeren Touren im Süden und Zentrum abdeckt, reicht ein einziger Mietwagen völlig aus.

Übernachten in der Nähe der Wanderwege

Da sich die meisten Supramonte Wanderungen um Baunei, Dorgali und Cala Gonone konzentrieren, ist eine Basis in dieser Gegend für mehrere Tage deutlich sinnvoller als Tagesausflüge ab Cagliari oder Olbia.

Wer sich stattdessen auf die südlichen Wanderwege konzentriert, hat mit einer Unterkunft in Cagliari die Sella del Diavolo, die Römerstraße und den Küstenweg nach Tuerredda alle innerhalb einer Autostunde. Mehr zur Hauptstadt im Guide zu Cagliari (auf Englisch).

Wichtige Ausrüstung fürs Wandern auf Sardinien

Keiner der oben genannten Wege verfügt über regelmäßige Trinkwasserstellen, Kioske oder durchgehenden Schatten, deshalb zählt hier mehr als auf einem typischen markierten europäischen Wanderwegenetz, was man mitnimmt.

  • Feste Wanderschuhe oder Stiefel mit Knöchelstütze. Ein Großteil des Geländes besteht aus losem Kalk oder Granit, Sandalen reichen selbst bei den kürzeren Touren nicht aus.
  • Mehr Wasser, als nötig erscheint. Ein Liter pro Person für eine zweistündige Wanderung, zwei bis drei Liter für alles über vier Stunden in den wärmeren Monaten.
  • Sonnenschutz: Hut, Sonnencreme und Sonnenbrille, denn mehrere Wege, darunter Gorropu und Tiscali, bieten kaum Baumschatten.
  • Schichten für Küstenwege, denn auf exponierten Landzungen wie Capo Testa oder Sella del Diavolo frischt der Wind schnell auf, auch an einem warmen Tag.
  • Eine heruntergeladene Offline Karte oder ein GPS Track. Das Handysignal fällt in Schluchten wie Gorropu und in Teilen des Supramonte Hinterlands vollständig aus.
  • Bargeld in kleinen Scheinen, falls Eintrittsgebühren anfallen, etwa bei der Schlucht von Gorropu.

Wann ist die beste Zeit zum Wandern auf Sardinien

Frühling, etwa März bis Mai, und früher Herbst, von September bis Ende Oktober, sind die besten Fenster. Die Temperaturen bleiben angenehm, das Licht reicht für ganztägige Touren, und das Landesinnere ist nach den Winterregen noch grün.

Der Sommer ist nicht ausgeschlossen, bringt aber einen Kompromiss mit sich. Die Wege, die an einem Strand enden, Cala Goloritzé, Cala Luna, Cala Mariolu, lohnen sich trotz der Hitze wirklich, weil man sich am Ziel abkühlen kann. Wege im Landesinneren mit wenig Schatten, wie Gorropu oder der Aufstieg zum Tiscali, sind im Juli und August deutlich unangenehmer, wenn die Temperaturen regelmäßig über 30 Grad steigen und kaum Schatten vorhanden ist.

Der Winter eignet sich für kürzere Küstenwege wie die Sella del Diavolo, die Tageslichtstunden schrumpfen jedoch schnell, längere Routen lassen sich dadurch schwerer an einem Tag unterbringen.

Der lokale Blick: Was die Sarden dazu sagen

Wir sind mit diesen Hügeln aufgewachsen, und ein paar Dinge werden offensichtlich, sobald man sie mehr als einmal begangen hat.

Der Wind spielt eine größere Rolle, als die meisten Besucher erwarten. Sowohl der Maestrale aus Nordwesten als auch der Scirocco aus Süden treffen exponierte Kämme und Küstenklippen hart, besonders um Capo Testa und entlang des Selvaggio Blu. An einem windstillen Tag auf Meereshöhe kann der Wind auf 300 Metern trotzdem aus dem Gleichgewicht bringen, einen Blick auf die Vorhersage vor einer Küstenwanderung zu werfen ist deshalb keine Option, sondern Grundausstattung.

Wasser und Schatten sind die zwei Dinge, die Besucher am häufigsten unterschätzen. Die meisten Wege im Landesinneren, Gorropu eingeschlossen, haben keine Trinkwasserstellen jenseits des Parkplatzes, und Augustnachmittage auf freiliegendem Kalkstein fühlen sich selbst für Einheimische brutal an. Wir planen entsprechend: frühe Startzeiten, mehr Wasser als nötig erscheint, und echten Respekt davor, wie schnell die Hitze nach 11 Uhr im Sommer zunimmt.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass viele der besten Wanderwege Sardiniens nie für den Tourismus angelegt wurden. Der Selvaggio Blu folgt Pfaden, die Hirten nutzten, um ihre Herden entlang der Küste zu bewegen, keine für Freizeitwanderer entworfene Route, weshalb er echte Vorbereitung verlangt und nicht nur Begeisterung. Diese pastorale Geschichte zeigt sich auch anderswo. Die Bergbaupfade um Masua und Nebida wurden von Arbeitern angelegt, nicht von Wanderern, was erklärt, warum manche Abschnitte eher wie Zufahrtswege wirken als wie Wanderpfade. Eintrittsgebühren an Orten wie Gorropu fließen in den Unterhalt der Schlucht und in den Naturschutz, ein Detail, das die geringen Kosten leichter nachvollziehbar macht, wenn man weiß, wohin sie gehen.

Weil so wenige Wege eine Rundtour bilden, wandern Einheimische bei den längeren Touren selten allein. Zwei Autos, ein Freund oder ein Guide mit Transferservice, das ist hier einfach die übliche Herangehensweise, keine Unannehmlichkeit, um die man herumplanen muss.

Häufige Fragen zum Wandern auf Sardinien

Braucht man ein Auto zum Wandern auf Sardinien?
In der Praxis ja, für fast jeden Weg dieser Liste. Öffentliche Verkehrsmittel erreichen Ausgangspunkte kaum, und da die meisten Routen keine Rundtouren sind, ist ein Auto, oder eine geführte Tour mit Transfer, so gut wie unverzichtbar.

Muss man etwas im Voraus buchen?
Für Cala Goloritzé ja: der Zugang ist begrenzt und muss vorab über die App Heart of Sardinia reserviert werden. Bei den meisten anderen Wegen dieser Liste ist keine Buchung nötig, außer man nimmt an einer geführten Tour teil, die im Juli und August ein paar Tage im Voraus reserviert werden sollte.

Gibt es einfache Wanderungen für Familien mit Kindern?
Ja. Die Sella del Diavolo bei Cagliari, die Römerstraße nach Su Cordolinu und die Wege um Is Cannoneris sind alle mit Kindern machbar, mit Schatten, moderaten Distanzen und gut markierten Pfaden.

Kann man ohne Auto auf Sardinien wandern?
Nur eingeschränkt. Wege in der Nähe größerer Orte wie die Sella del Diavolo in Cagliari sind zu Fuß oder per Bus erreichbar, für die meisten anderen Routen dieser Liste bleibt ein Mietwagen oder eine geführte Tour mit Transfer die realistischste Lösung.

Ist Wandern auf Sardinien sicher?
Grundsätzlich ja, sofern man auf markierten Wegen bleibt, genug Wasser mitführt und vor exponierten Küstenrouten das Wetter prüft. Die Wege mit den meisten Rettungseinsätzen, Tiscali und Teile des Selvaggio Blu, sind eher jene mit unklarer Navigation als schlicht die längsten.

Wann ist die beste Zeit zum Wandern auf Sardinien?
Frühling und früher Herbst bieten die angenehmsten Temperaturen. Der Sommer eignet sich gut für Wanderungen, die an einem Strand enden, der Winter für kürzere Küstenwege, wobei die kürzeren Tageslichtstunden längere Routen einschränken.

Kann man einen mehrtägigen Wanderurlaub auf Sardinien planen?
Ja, eine Woche reicht aus, um mehrere Regionen realistisch zu verbinden, etwa den Supramonte im Zentrum mit ein oder zwei Tagen im Norden oder Süden. Für lange Mehrtagestouren wie den Selvaggio Blu braucht es dagegen die volle Woche allein für die Strecke selbst.

Was kosten geführte Wandertouren auf Sardinien?
Die Preise variieren je nach Tour und Anbieter, halbtägige geführte Wanderungen wie zur Gorropu Schlucht oder nach Cala Goloritzé liegen meist im mittleren zweistelligen Eurobereich pro Person, die aktuellen Preise sind direkt bei den verlinkten Anbietern einsehbar.

Quellen: Sardegna Turismo (offizielles Tourismusportal der Region Sardinien), offizielle Tourismusseite der Gemeinde Baunei, offizielle Website des Nationalparks Asinara, Buchungsplattform Heart of Sardinia.

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