Sardinien Norden oder Süden ist die erste Frage, die sich die meisten Erstbesucher stellen, und die ehrliche Antwort lautet: es kommt ganz darauf an, welche Art von Reise du möchtest. Der Norden hat seinen Ruf auf Granitglanz, smaragdgrünem Wasser und der Legende der Costa Smeralda aufgebaut. Der Süden antwortet mit einer echten Hauptstadt, ruhigerem Meer und einigen der unterschätztesten Strände im Mittelmeer. Und wer die wahren Geheimtipps sucht, findet zwei weitere Optionen, die in den meisten Reiseführern komplett fehlen: die Ostküste mit dem Golfo di Orosei und die Westküste mit der Halbinsel Sinis.
Dieser Guide gibt dir das vollständige Bild, Region für Region, von jemandem, der sein ganzes Leben auf dieser Insel verbracht hat.
Nordsardinien: Costa-Smeralda-Glamour trifft auf wilde Granitküste
Was Nordsardinien ausmacht

Der Norden Sardiniens bedeutet vor allem Gallura. Das ist das Land des rosa Granits, vom Wind gebeugter Wacholderbüsche und eines Wassers, das in zehn Metern Tiefe von transparent zu smaragdgrün wechselt. Costa Smeralda, Porto Cervo, Palau, der Archipel von La Maddalena, San Teodoro und Cala Coticcio gehören alle zu dieser Welt.
Aber der Norden ist größer als das Etikett Smaragdküste. Fährt man weiter nach Nordwesten, erreicht man Alghero, eine mittelalterliche, katalanischsprachige Stadt mit korallenroten Bastionen über dem Meer, gefolgt von Stintino, dem berühmten Strand La Pelosa und der wilden Nationalparkinsel Asinara, die man von dort aus sehen kann. Diese beiden Teilregionen haben völlig unterschiedliche Charaktere.
Die Granitlandschaft ist das prägende Merkmal. Bei Caprera ragen Felsbrocken in Hausgröße direkt aus dem Meer. Capo Testa, bei Santa Teresa di Gallura, wirkt wie die verlassene Werkstatt eines Bildhauers. Die Wasserfarbe, dieses leuchtende Smaragdgrün, entsteht durch die tatsächlich geringe Tiefe über weißem Sand.
Für das vollständige Bild deckt unser Reiseführer zu Nordsardinien alle wichtigen Ziele ab. Wer sich gezielt für Costa Smeralda oder La Maddalena interessiert, findet auf unserer Seite eigene, detaillierte Guides dazu. Für Alghero (auf Englisch), Stintino (auf Englisch) und San Teodoro (auf Englisch) gibt es ebenfalls eigene Guides.
Für wen sich Nordsardinien eignet
- Paare, die Luxus suchen: der Norden hat die höchste Konzentration an Premium-Resorts, privatem Strandzugang und Sternerestaurants der ganzen Insel
- Segler und Kitesurfer: Porto Pollo, zwischen Palau und Santa Teresa di Gallura, gilt durchgängig als einer der besten Kite- und Windsurf-Spots Europas
- Familien, die Resort-Infrastruktur wollen: Animationsprogramme, Kids Clubs und Kinderpools sind hier reichlicher vorhanden als irgendwo sonst auf der Insel
- Nachtleben-Fans: Porto Cervo, Porto Rotondo und Baja Sardinia bieten das lebhafteste Sommerleben Sardiniens
- Kultur und Geschichte in Alghero: die katalanische Altstadt, die Neptungrotte am Capo Caccia (auf Englisch) und das nahe gelegene Nuraghe Palmavera sind absolut sehenswert
- Tierliebhaber: die ortsansässigen Delfine bei Golfo Aranci und die Flamingos in den Lagunen von Olbia sind das ganze Jahr über zu beobachten
Die ehrlichen Kompromisse im Norden Sardiniens

Der Maestrale ist der größte Störfaktor im Norden. Dieser Nordwestwind bläst von Ende Mai bis September mit Stärke 4 bis 6. Er macht manche Strände unangenehm, manche Bootsüberfahrten unruhig und manche Nachmittage in Porto Cervo trotz Sonnenschein ungemütlich. Die am stärksten exponierten, nordwestlich ausgerichteten Strände der Costa Smeralda spüren ihn am direktesten. Wer für Juli bucht, sollte einen Wetterblick fest in die Planung einbauen.
Die Kosten sind das zweite Thema. Im Juli und August gehören die Hotels entlang der Costa Smeralda zu den teuersten im Mittelmeer. Ein Sonnenschirm in Capriccioli kostet in der Hauptsaison ernsthaft Geld. Ein Abendessen in Porto Cervo kann dreimal so viel kosten wie dasselbe Essen in Cagliari. San Teodoro und Alghero bieten eine spürbar zugänglichere Version des Nordens, ohne den Glamour-Aufschlag.
Und der August selbst: Die Parkplätze bei Cala Brandinchi sind um 8:30 Uhr morgens voll. Die Fährschlange für La Maddalena erfordert Planung. Wunderschön? Ohne Frage. Ruhig? Ganz und gar nicht.
Unser Guide zu Stintino und La Pelosa (auf Englisch) und der Palau-Guide (auf Englisch) gehen ehrlich auf die August-Logistik ein.
Anreise in den Norden: der richtige Flughafen
Der Flughafen Olbia Costa Smeralda (OLB) ist das Tor zur Costa Smeralda, La Maddalena, San Teodoro, Porto Cervo und der Gallura-Küste. In der Hochsaison bestehen Direktverbindungen von den meisten großen europäischen Städten.
Für den Nordwesten, also Alghero, Stintino und die Region Sassari, ist der Flughafen Alghero Fertilia (AHO) der logische Ausgangspunkt. Er erspart die 90-minütige Fahrt von Olbia und hat im Sommer eine solide Anbindung. Unser ausführlicher Flughafen-Guide für Sardinien (auf Englisch) listet die Routen und Distanzen für beide Flughäfen auf.
Südsardinien: authentische Küste und echtes sardisches Leben
Was Südsardinien ausmacht

Im Süden atmet Sardinien anders. Cagliari ist die Inselhauptstadt: eine vielschichtige, gut begehbare Stadt mit einer phönizischen Nekropole, einem römischen Amphitheater, einer Flamingo-Lagune zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt und einer Restaurantszene, die deutlich mehr internationale Aufmerksamkeit verdient hätte. Das ist keine Postkartenstadt. Das ist eine echte.
Jenseits von Cagliari öffnet sich eine bemerkenswerte Küste. Villasimius liegt an der südöstlichen Spitze innerhalb eines geschützten Meeresgebiets, mit flachem, türkisfarbenem Wasser und Flamingos in der Lagune von Porto Giunco. Costa Rei zieht sich nordwärts mit breiten, von Pinienwäldern gesäumten Stränden und niedrigen Villen. Im Südwesten bieten Chia und Tuerredda türkisfarbene Buchten mit Dünen und einem spanischen Wachtturm. Pula und die antike Stadt Nora bieten phönizische und römische Ruinen nur zwanzig Minuten von einem weißen Strand entfernt.
Das Meer im Süden ist ruhiger. Der Scirocco bläst aus Afrika, aber seine Wirkung auf die wichtigsten Badestrände ist gedämpft im Vergleich zum Maestrale im Norden. Die meisten nach Süden ausgerichteten Strände haben sanfte Wellen, was sie für kleine Kinder und alle, die einfach in flachem Wasser schwimmen wollen, strukturell besser geeignet macht.
Unser Guide zu Südsardinien deckt alle wichtigen Stationen ab, und unsere ausführlichen Guides zu Cagliari (auf Englisch) und Villasimius (auf Englisch) gehen noch weiter in die Tiefe.
Für wen sich Südsardinien eignet
- Familien mit kleinen Kindern: das flache, ruhige Wasser bei Villasimius, Costa Rei und Chia ist strukturell sicherer und angenehmer als die windexponierten Buchten im Norden
- Geschichts- und Archäologiefans: Nora (auf Englisch), Barumini Su Nuraxi (UNESCO) (auf Englisch), die Nekropole Tuvixeddu und das römische Amphitheater von Cagliari
- Preisbewusste Reisende: vergleichbare Unterkünfte sind in der Hauptsaison durchweg 30 bis 50 Prozent günstiger als im Norden
- Städtereisende: Cagliari spielt bei Essen, Museen und Abendkultur deutlich über seinen Verhältnissen
- Paare, die Authentizität dem Glamour vorziehen: ein langer Sonnenuntergang über den Dünen von Chia ist nicht weniger romantisch als Porto Cervo, kostet aber deutlich weniger
- Naturliebhaber: der Flamingopark Molentargius, das Bergmassiv Sette Fratelli und das Gennargentu-Gebirge sind alle mit dem Auto erreichbar
Wissenswert: Cagliari bietet ganzjährig Flugverbindungen an, was den Süden zu einer deutlich besseren Wahl für Reisen in der Nebensaison macht, also im Mai, Juni, September und Oktober.
Die ehrlichen Kompromisse im Süden Sardiniens
Der Süden hat weniger Premium-Resort-Infrastruktur als der Norden. Forte Village und Almar Timi Ama sind echte Weltklasse-Häuser, aber die schiere Konzentration an Fünf-Sterne-Resorts, die zwischen Olbia und Porto Cervo existiert, findet hier kein Äquivalent.
Auch beim Nachtleben gilt Ähnliches. Cagliari hat eine lebendige Bar- und Restaurantkultur, aber die Club-Szene von Baja Sardinia oder Porto Cervo existiert hier nicht im gleichen Ausmaß.
Einige der beliebtesten Strände im Süden, darunter Villasimius und Costa Rei, werden im Juli und August ebenfalls voll. Das Gedränge ist breiter gestreut als an den Nadelöhren im Norden, aber es ist trotzdem da. Mai, Juni und September sind die Monate, in denen der Süden sich am besten zeigt. Unser Guide zum Oktober in Sardinien (auf Englisch) lohnt sich, wenn dein Kalender flexibel ist.
Anreise in den Süden: Cagliari ist dein Tor zur Insel
Der Flughafen Cagliari Elmas (CAG) ist die Drehscheibe für den gesamten Süden. Anders als Olbia, das im Winter die meisten Flüge einstellt, fliegt Cagliari ganzjährig europäische Städte an. Das macht ihn zu einer strukturell besseren Basis für alle, die außerhalb der Hochsaison reisen. Der Flughafen-Guide für Sardinien (auf Englisch) zeigt den vollständigen Routenvergleich.
Die Ostküste: der Golfo di Orosei (die dritte Option)

Die meisten Besucher zwängen sich in ein reines Norden-oder-Süden-Schema. Der Golfo di Orosei, an Sardiniens zentral-östlicher Küste, gehört zu keiner der beiden Kategorien und bietet etwas, das keine der beiden Regionen erreicht.
Kalksteinklippen fallen 300 Meter senkrecht ins Meer. Die versteckten Buchten, die nur per Boot oder über lange Wanderungen durch das Baunei-Hochplateau erreichbar sind, gehören wohl zur dramatischsten Küstenlandschaft im gesamten Mittelmeer. Cala Goloritzè, Cala Luna, Cala Mariolu, Cala Sisine: keine davon hat eine Straße. Man kommt mit dem Boot von Cala Gonone oder zu Fuß über den Selvaggio-Blu-Trail. Die Hotels hier sind einfach und familiengeführt. Das Erlebnis ist roh und unverstellt.
Für wen es sich eignet: Wanderer, Schnorchler, Reisende, die Landschaft über Bequemlichkeit stellen, und alle, die einen Roadtrip über die Insel planen.
Was man vorher wissen sollte: die Region liegt etwa 2,5 bis 3 Stunden von Olbia und Cagliari entfernt. Plane entsprechend. Unser Guide zum Golfo di Orosei deckt jeden Strand und die Anreise ab. Für Übernachtungsmöglichkeiten in der Region siehe unseren Guide zu Zentralsardinien.
Die Westküste: Oristano und die Halbinsel Sinis (die Option, die fast jeder Guide übersieht)

Hier kommt der Abschnitt, den die meisten Reiseartikel komplett auslassen. Die Halbinsel Sinis, südlich von Oristano, ist einer der ökologisch ungewöhnlichsten Orte Sardiniens. Die Strände Is Arutas und Mari Ermi bestehen nicht aus Sand, sondern aus winzigen Quarzkörnern in der Farbe und Textur von zerstoßenem Eis. Der Effekt ist wirklich surreal.
Kurz südlich von Is Arutas stehen die phönizisch-römischen Ruinen von Tharros auf einem Vorgebirge über dem Meer: eine der atmosphärischsten archäologischen Stätten der Insel, deutlich weniger besucht als Barumini oder Nora. Unser Tharros-Guide (auf Englisch) ist der beste Einstieg.
Die Westküste hat auch den beständigsten Wellenschlag der Insel. Putzu Idu und Torre dei Corsari sind unter italienischen und europäischen Surfern bekannt. Die Lagunen um Oristano beherbergen Flamingos, den seltenen Eleonorenfalken (der hier zwischen August und Oktober brütet) und Kormorane.
Für wen es sich eignet: Zweit- oder Drittbesucher, Fotografen, Surfer, Vogelbeobachter und alle, die antike Geschichte ohne Reisebus-Andrang wollen.
Logistik: der Westen ist über die Schnellstraße SS131 gut mit Norden und Süden verbunden. Cagliari ist etwa 90 Minuten entfernt, Olbia rund 2,5 Stunden.
Nordsardinien vs. Südsardinien: der komplette Vergleich
Die Vergleichstabelle auf einen Blick
| Faktor | Nordsardinien | Südsardinien |
|---|---|---|
| Bekannteste Strände | Spiaggia del Principe, Cala Brandinchi, La Pelosa, Cala Coticcio | Tuerredda, Chia, Porto Giunco, Is Arutas |
| Landschaft | Rosa Granit, Wacholdergestrüpp, dramatische Felsformationen | Kalkfelsen, Küstendünen, Campidano-Ebene |
| Meeresbedingungen | Smaragdgrün, klar, kann unruhig sein (Maestrale) | Türkisblau, ruhiger, im Sommer flach |
| Preise Hauptsaison | Hoch bis sehr hoch | Mittel bis hoch |
| Luxus-Resort-Angebot | Außergewöhnliche Konzentration | Weniger Optionen, dafür Weltklasse-Qualität |
| Archäologie | Nuraghen, prähistorische Stätten bei Arzachena, Domus de Janas | Nora, Barumini (UNESCO), römisches Amphitheater von Cagliari |
| Nachtleben | Lebhaft (Porto Cervo, Baja Sardinia) | Moderat (Stadt Cagliari) |
| Andrang im August | Sehr hoch an den bekanntesten Stränden | Hoch, aber geografisch breiter verteilt |
| Familien | Starke Resort-Infrastruktur, einige windexponierte Strände | Ruhigeres Meer, breite Strände, weniger Resort-Kids-Clubs |
| Beste Reisemonate | Juni, September | Mai, Juni, September, Oktober |
| Hauptflughafen | Olbia (OLB) | Cagliari (CAG) |
Strände und Küste
Norden und Süden gewinnen diese Kategorie aus unterschiedlichen Gründen. Die Strände im Norden sind dramatisch: Granit rahmt das Wasser ein, die Farbe wechselt in zehn Metern von durchsichtig zu smaragdgrün, und Cala Coticcio oder Spiaggia del Principe wirken geradezu unwirklich. Aber der Maestrale kann sie für Tage unbrauchbar machen.
Die Strände im Süden sind durchgehend besser zum Schwimmen geeignet. Tuerredda bei Chia und Porto Giunco bei Villasimius können mit dem Norden ästhetisch mithalten und liefern dabei flaches Wasser, selbst wenn weiter nördlich der Wind auffrischt. Für reine Schwimmverlässlichkeit über die Saison hat der Süden den strukturellen Vorteil.
Eine vollständige Rangliste findest du in unserem Guide zu Sardiniens schönsten Stränden.
Budget und Preis-Leistung
Der Preisunterschied ist real und in der Hochsaison erheblich. Ein Doppelzimmer im mittleren Segment nahe der Costa Smeralda kostet in den Spitzenwochen etwa 40 bis 60 Prozent mehr als ein vergleichbares Zimmer bei Villasimius. Restaurants in Porto Cervo verlangen Hotelpreise, dasselbe Essen in einer Cagliari-Seitenstraße kostet die Hälfte.
Außerhalb der Hochsaison schrumpft die Lücke deutlich. Im Juni und September sind beide Regionen erschwinglich, und die Qualität des Erlebnisses steigt. Wer bei den Reisedaten flexibel ist, sollte unbedingt unseren Reisekalender Monat für Monat und unseren Wetterführer für Sardinien vor der Buchung lesen.
Familien mit Kindern
Der Süden hat hier einen strukturellen Vorteil: ruhigeres Wasser. Die Strände von Villasimius, Costa Rei und Chia haben flache, ruhige Badebereiche, in denen Kinder dreißig Meter laufen können, ohne dass ihnen das Wasser bis zur Hüfte reicht. Die schönsten Strände im Norden können Wellenschlag und Nachmittagswind haben, der dasselbe Erlebnis stressig macht.
Die Resort-Infrastruktur des Nordens gleicht das aus. Kids Clubs, Animationsprogramme und Kinderpools sind rund um San Teodoro und Baja Sardinia reichlicher vorhanden als irgendwo im Süden.
Die praktische Antwort: unabhängige Familien mit Villa-Mietwagen sollten eher in den Süden gehen. Familien, die ein vollbetreutes Resort-Erlebnis wollen, finden im Norden mehr Angebot.
Mit dem Mietwagen unterwegs in Sardinien
Ein Auto ist keine Option, sondern Pflicht. Das gilt im Norden, Süden, Osten und Westen gleichermaßen. Öffentliche Verkehrsmittel erreichen die besten Strände der Insel nicht, und Taxis von Resort-Gebieten zu abgelegenen Buchten sind teuer und rar. Buche deinen Mietwagen, sobald du landest, am besten so früh wie möglich, denn im Sommer wird die Verfügbarkeit schnell knapp.
Vergleiche Preise und reserviere direkt am Flughafen, der am nächsten zu deiner Unterkunft liegt:
- Flughafen Olbia (OLB): Mietwagenpreise in Olbia vergleichen
- Flughafen Cagliari (CAG): Mietwagenpreise in Cagliari vergleichen
- Flughafen Alghero (AHO): Mietwagenpreise in Alghero vergleichen
Ein Kompaktwagen reicht für die meisten sardischen Straßen aus. Ein 4×4 ist nur nötig, wenn du die unbefestigten Pisten des Golfo di Orosei oder das Gennargentu-Hinterland im Frühling erreichen willst, wenn manche Passstraßen noch schlammig sind.
Die besten Aktivitäten in Sardinien nach Region

Egal, wo du dich niederlässt: diese Aktivitäten lohnen sich, im Voraus zu buchen. Sie verteilen sich über alle vier in diesem Guide behandelten Regionen, mit Links zur direkten Buchung.
Archipel La Maddalena: ganztägige Bootstour
Ein Tag im Archipel La Maddalena ist für viele Besucher der Höhepunkt jeder Nordsardinien-Reise. Diese gemeinsame Bootstour startet in Palau und besucht die Inseln Spargi, Budelli, Santa Maria und La Maddalena selbst, mit Stopps zum Schwimmen und einer einstündigen Pause im historischen Ortskern. Die Wasserfarbe bei Cala Granara und der rosa getönte Sand von Budelli sind kaum angemessen zu fotografieren.
Ganztägige Bootstour zum Archipel La Maddalena auf GetYourGuide buchen
Archipel La Maddalena: private Segeltour
Für ein exklusiveres Erlebnis auf demselben Gewässer bringt diese private Segeltour Gruppen von bis zu acht Personen mit eigenem Skipper, flexiblen Stopps und ohne das Gedränge der Sammelboote zu denselben Schlüsselinseln. Eine Überlegung wert für besondere Anlässe oder für Reisende, die große Touristenboote unangenehm finden.
Private Segeltour zum Archipel La Maddalena auf Viator buchen
Alghero, Capo Caccia und die Neptungrotte: Kleingruppentour
Diese Kleingruppentour deckt die mittelalterliche, katalanische Stadt Alghero und das dramatische Capo Caccia ab, wo die Neptungrotte am Fuß von 654 in den Fels gehauenen Stufen liegt. Das Höhlensystem gehört zu den größten im Mittelmeer und ist einer jener Orte, die einen Ausflug speziell in den Nordwesten rechtfertigen. Im Sommer rechtzeitig im Voraus buchen.
Tour zu Alghero und der Neptungrotte auf Viator buchen
Cagliari: Highlights-Stadtführung
Eine vierstündige Kleingruppentour durch die vier historischen Viertel von Cagliari, vom mittelalterlichen Castello-Hügel hinunter durch Marina, Villanova und Stampace, mit Panoramablicken über den Golf der Engel und die Sella del Diavolo. Das ist der effizienteste Weg, die Stadt bei einem ersten Besuch zu verstehen, mit einem Guide, der einordnet, was die meisten Alleingänger übersehen.
Cagliari-Highlights-Stadtführung auf GetYourGuide buchen
Cagliari: Spaziergang durch die Altstadt
Ein flexiblerer Spaziergang durch die Altstadt von Cagliari mit einem ortskundigen Guide. Optionen umfassen eine unterirdische Erweiterung zu den Luftschutzbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg und römischen Krypten unter der Stadt, die Cagliari eine Dimension hinzufügen, die man unabhängig kaum erschließen kann.
Altstadt-Spaziergang Cagliari auf GetYourGuide buchen
Schnorcheln im Meeresschutzgebiet Capo Carbonara (Villasimius)
Das Meeresschutzgebiet Capo Carbonara rund um Villasimius gehört zu den biologisch reichsten Zonen Sardiniens. Diese Schnorcheltour besucht die Gewässer rund um Isola dei Cavoli und Isola Serpentara, wo Posidonia-Wiesen Zackenbarschen, Kraken, Seebrassen und der Brutkolonie der Korallenmöwe ein Zuhause bieten. Eines der besten Preis-Leistungs-Erlebnisse auf dem Wasser der ganzen Insel.
Schnorcheltour Capo Carbonara auf Viator buchen
Golfo di Orosei: Speedboot-Tour mit Aperitif ab Cala Gonone
Eine ganztägige Speedboot-Tour ab Cala Gonone, mit Stopps an Cala Luna, Cala Sisine, Cala Goloritzè und den Piscine di Venere, inklusive eines sardischen Aperitifs an Bord zum Abschluss des Tages. Der Skipper passt die Route an Meer und Wetter an. Das ist der zugänglichste Weg, die versteckten Buchten der Ostküste ohne Wandern zu erleben.
Speedboot-Tour Golfo di Orosei auf GetYourGuide buchen
Golfo di Orosei: Motorboot-Tour zur Cala Goloritzè
Eine strukturiertere Motorboot-Tour auf einem komfortablen 22-Meter-Schiff mit mehreren täglichen Abfahrten ab Cala Gonone, mit Stopps an Cala Luna, Cala Mariolu, Cala Sisine und Cala Goloritzè. Die optionale Erweiterung umfasst eine geführte Tour durch die Bue-Marino-Höhlen, Tickets dafür separat erhältlich. Eine gute Option für Familien oder Reisende, die ein größeres, organisierteres Boot bevorzugen.
Motorboot-Tour Golfo di Orosei auf GetYourGuide buchen
Ab Cagliari: Tagestour zu Tharros, San Salvatore und Fordongianus
Ein geführter Tagesausflug ab Cagliari, der drei unterschiedliche Highlights der Westküste in einem Ausflug vereint: die phönizisch-römischen Ruinen von Tharros an der Spitze der Halbinsel Sinis, das antike Dorf San Salvatore mit seinem unterirdischen vorchristlichen Heiligtum, und das römische Forum von Fordongianus (Forum Traiani), eine der besterhaltenen römischen Thermenanlagen Sardiniens. Komfortabler Kleinbustransport inklusive. Eine gut strukturierte Option für Reisende mit Basis in Cagliari, die einen gründlichen Einstieg in die Westküste ohne eigenen Mietwagen wollen.
Tagestour Cagliari zu Tharros, San Salvatore und Fordongianus auf GetYourGuide buchen
Halbinsel Sinis: Mountainbike-Tour
Eine geführte Geländeradtour durch die Halbinsel Sinis, beginnend im Dorf San Salvatore und vorbei an Küstenwachtürmen, Ausblicken auf den Golf von Oristano, dem Pinienwald der Oase Seu und einem Stopp an einem Quarzkörner-Strand. Geleitet von FCI-zertifizierten Mountainbike-Guides. Ein ganz anderer Weg, die Westküste für aktive Reisende zu erleben.
Mountainbike-Tour Halbinsel Sinis auf GetYourGuide buchen
Für einen breiteren Überblick über Bootstouren auf der ganzen Insel decken unser Guide zu Bootstouren in Sardinien (auf Englisch) und unser Tauchguide (auf Englisch) weitere Optionen nach Region ab. Wanderer sollten unseren Guide zu den besten Wanderungen in Sardinien (auf Englisch) lesen, Surfer unseren Surfguide für Sardinien (auf Englisch).
Wo übernachten in Sardinien: Norden vs. Süden
Die Unterkunftslandschaft spiegelt den größeren Charakterunterschied zwischen den beiden Regionen wider. Die folgenden Häuser sind verifizierte Unterkünfte mit direkten Buchungslinks. Für erweiterte Listen nach Zone decken unsere eigenen Seiten zu Übernachten in Nordsardinien und Übernachten in Südsardinien mehr Optionen in jeder Preisklasse ab. Auch unser allgemeiner Guide zu Unterkünften in Sardinien bietet einen breiteren Vergleich.
Nordsardinien: wo übernachten

Hotel Cala di Volpe, a Luxury Collection Hotel (Costa Smeralda, Porto Cervo) ist das Maßstabshaus für Luxus im Norden. Es liegt an einer eigenen Bucht mit Strand-Shuttle, drei Tennisplätzen, einem Salzwasserpool und drei Restaurants und ist das Hotel, das die Costa-Smeralda-Ästhetik in den 1960er-Jahren geprägt hat und bis heute bewahrt. Keine bescheidene Wahl, aber eine außergewöhnliche. Vollständige Bewertung lesen | Preise auf Booking.com prüfen
Baglioni Resort Sardinia (San Teodoro, bei Cala Brandinchi) liegt im Meeresschutzgebiet Tavolara, mit drei Pools, einem Michelin-gelisteten Restaurant, einem Privatstrand und 78 Zimmern. Es bietet Fünf-Sterne-Qualität zu einem merklich niedrigeren Preis als die Spitzenpreise der Costa Smeralda und ist damit die glaubwürdigste Value-Luxury-Option im Norden. Vollständige Bewertung lesen | Preise auf Booking.com prüfen
Gabbiano Azzurro Hotel & Suites (Golfo Aranci, bei Olbia) ist die überzeugendste Mittelklasse-Wahl im Norden. Vier Sterne Superior, seit 1968 familiengeführt, direkt am Meer mit Privatstrand und einem Infinity-Salzwasserpool mit Blick auf die Insel Tavolara. Zwanzig Minuten vom Flughafen Olbia entfernt, deutlich zugänglicher als die Costa Smeralda und in allen Monaten merklich erschwinglicher. Vollständige Bewertung lesen | Preise auf Booking.com prüfen
Südsardinien: wo übernachten

Forte Village Resort (Santa Margherita di Pula) ist das berühmteste Haus im Süden und eines der meistausgezeichneten Resorts Italiens. Die Anlage umfasst mehrere Hotels und Bungalows in einem 47 Hektar großen Garten direkt am Strand, mit 21 Restaurants, einer Thalasso-Spa und dem wohl besten Kinderprogramm Sardiniens. Bei den World Travel Awards wurde es wiederholt als World’s Best Family Resort ausgezeichnet. Vollständige Bewertung lesen | Preise auf Booking.com prüfen
Almar Timi Ama Resort & Spa (Villasimius) liegt im Meeresschutzgebiet Capo Carbonara, mit 238 Zimmern, drei Restaurants, einem privaten Weißsandstrand, der per Elektro-Shuttle in fünf Minuten erreichbar ist, und einem der besten Wellnessbereiche im Süden. Für Paare und Familien, die volle Resort-Services bei Villasimius wollen, ohne den Preis von Forte Village zu zahlen, ist das die klare erste Wahl. Vollständige Bewertung lesen | Preise auf Booking.com prüfen
VOI Tanka Village (Villasimius) ist die vollständigste Mittelklasse-Resort-Option im Süden. Es hat fünf Restaurants, fünf Tennisplätze, einen Privatstrand und einen Kids Club, alles in Gehweite vom Ort Villasimius. Das Meer direkt davor ist flach und ruhig. Vollständige Bewertung lesen | Preise auf Booking.com prüfen
Welche Region solltest du wählen? Ehrliche Empfehlungen
Für romantische Paare und Hochzeitsreisen
Für Luxus und Spektakel der Norden. Porto Cervo und die Costa Smeralda bieten eine Atmosphäre, die sich kaum reproduzieren lässt. Für Authentizität und Preis-Leistung der Süden: eine Woche in einer gemieteten Villa bei Chia, mit langen Sonnenuntergängen über den Dünen und Abendessen in Cagliari, ist genauso romantisch wie alles, was der Norden bietet, nur zu deutlich geringeren Kosten.
Bei unbegrenztem Budget: Norden, konkret die Costa Smeralda.
Wer Romantik ohne Inszenierung will: Süden oder Golfo di Orosei.
Für Familien mit Kindern
Der Süden gewinnt bei den Meeresbedingungen. Ruhiges, flaches Wasser bei Villasimius, Costa Rei und Chia ist für Kinder unter acht Jahren besser geeignet als die windexponierten Strände im Norden. Für ein Resort mit voller Kinderinfrastruktur, inklusive Clubs, Animation und Unterhaltung, sind Forte Village (Süden) und Resorts bei San Teodoro (Norden) beide ausgezeichnet.
Das Alter der Kinder spielt eine Rolle: unter sechs Jahren lieber wegen des Meeres in den Süden, über zehn Jahren und aktivitätsorientiert sind die Bootstouren und das Outdoor-Programm im Norden schwer zu schlagen.
Für Luxusliebhaber
Der Norden hat in der absoluten Spitzenkategorie mehr Optionen. Die Konzentration an Fünf-Sterne-Häusern zwischen Porto Cervo und Baja Sardinia ist im Mittelmeer in diesem Ausmaß unübertroffen. Hotel Cala di Volpe, Pitrizza, Romazzino, 7Pines, Cervo Hotel: das sind Flaggschiffe nach globalem Maßstab.
Das Luxusangebot im Süden ist geringer im Volumen, aber außergewöhnlich in der Qualität. Forte Village im Speziellen ist eine andere Art von Luxus, eher Resort-Stadt im Maßstab als Boutique.
Für Erstbesucher mit normalem Budget
Ehrlich gesagt der Süden. Cagliari bietet eine echte Stadt, Geschichte, Esskultur und einfachen Zugang zu exzellenten Stränden in 30 bis 40 Autominuten. Man gibt weniger aus, sieht mehr und nimmt ein vollständigeres Bild davon mit, was Sardinien tatsächlich ist. Der Norden bei Standardbudget im Juli bedeutet oft ein enttäuschendes Hotel für das Geld, das in der Nähe von Villasimius ein sehr komfortables Zimmer kauft.
Für Erstbesucher mit etwas mehr Budgetflexibilität: erwäge eine Aufteilung der Reise, Anreise über Olbia und Abreise über Cagliari, das vermeidet den doppelten Rückweg.
Für Abenteuer-, Wander- und Kulturfans
Der Golfo di Orosei und das Supramonte sind das Hauptziel. Kein anderer Ort der Insel kann bei dramatischem Wandern, Klettersteigen und Seekajak mithalten. Die Nuraghen, für Archäologie, sind über die gesamte Insel verteilt, aber der UNESCO-Komplex von Barumini, das nuraghische Dorf Tiscali und die Dolmen von Arzachena sind Highlights in beiden Regionen. Unser Nuraghen-Guide (auf Englisch) und unser Wanderguide (auf Englisch) gehen bei beiden tiefer in die Details.
Für Segel- und Wassersportfans
Porto Pollo (zwischen Palau und Santa Teresa di Gallura) für Kitesurfen und Windsurfen: einer der durchgehend besten Spots Europas für beide Disziplinen. Porto Cervo und der Archipel La Maddalena für privates Segeln und Charter. Alghero für Seekajak und Coasteering. Die Surfspots im Süden bei Pula und Buggerru sind für Surfer einen Blick wert. Unser vollständiger Surfguide (auf Englisch) deckt die besten Spots nach Region ab.
Norden und Süden Sardiniens in einer Reise kombinieren
Geht beides in einer Woche? Technisch ja. Praktisch verbringst du zwei volle Tage mit Fahren, und die Hälfte jedes Aufenthalts fühlt sich an, als würdest du gerade erst ankommen. Olbia nach Cagliari sind ohne Stopps etwa drei Stunden, und Sardiniens Schnellstraße SS131 ist effizient, aber eintönig.
Zwei Wochen ändern die Rechnung. Eine gängige Route: Anflug über Olbia, fünf Nächte im Norden oder Nordosten, dann über den Golfo di Orosei (eine Nacht in Cala Gonone) südwärts, anschließend fünf Nächte bei Cagliari oder Villasimius, Rückflug ab CAG. Das funktioniert gut und zeigt alle drei Küstencharaktere.
Bei nur sieben Tagen: eine Region wählen und in die Tiefe gehen. Eine Woche mit Basis in Villasimius und Tagesausflügen nach Cagliari, Nora und Barumini ist eine komplette Reise. Genauso eine Woche mit Basis in San Teodoro und Tagesausflügen nach La Maddalena, Cala Coticcio und Alghero.
Für die Roadtrip-Planung sind unsere Sardinien-Karte und unsere Reisetipps für Sardinien die besten Ausgangspunkte.
Die lokale Perspektive: was die Sarden denken

Die Frage Norden gegen Süden wird Besuchern ständig gestellt. Unter Sarden stellen wir sie uns selten so. Hier ist die ehrliche Version davon, wie Menschen, die hier leben, tatsächlich darüber denken.
Der Wind ist die wahre Trennlinie, nicht die Ästhetik. Der Maestrale ist der vorherrschende Wind im Norden und Nordwesten. Er weht von Ende Mai bis September mit erheblicher Kraft und beeinflusst das Badeerlebnis an exponierten Strände deutlich. Wir wissen das. Touristen entdecken es oft erst, wenn sie um 15 Uhr im Juni am Spiaggia del Principe stehen und einem Sonnenschirm ins Meer nachlaufen. Der vorherrschende Wind im Süden ist der Scirocco, warm, mit feinem afrikanischem Staub, der die Luftqualität belasten kann, aber er erzeugt an den nach Süden ausgerichteten Stränden nicht dieselben Wellen- und Gischtprobleme. Das ist kein kleiner Unterschied.
Die Entfernungen sind größer, als sie aussehen. Die Insel ist 270 Kilometer lang und an ihrer breitesten Stelle 145 Kilometer breit. Auf der Karte wirken Cagliari und Olbia wie an einem Nachmittag erreichbar. In Wirklichkeit steht jemand, der ein Hotel in Palau bucht und einen Tag bei Tuerredda in der Nähe von Chia verbringen möchte, vor einer Rundreise von über sechs Stunden. Diesen Planungsfehler sehen wir im Sommer ständig.
Der Infrastrukturunterschied hat eine historische Erklärung. Die Costa Smeralda wurde ab 1962 von Prinz Karim Aga Khan IV. entwickelt, der eine kahle Granithalbinsel kaufte und sie innerhalb von zwanzig Jahren zu einem der weltweit bekanntesten Resortziele machte. Der Süden erhielt nennenswerte touristische Infrastrukturinvestitionen erst in den 1990er- und 2000er-Jahren. Das erklärt, warum der Norden mehr Luxushotels, bessere Marinas und mehr etablierte Resortdörfer hat. Das ist kein Qualitätsunterschied. Es ist ein zeitlicher Unterschied. Der Süden holt schnell auf, und nach Meinung vieler Sarden, die beide Regionen kennen, bietet er für die meisten Besucher bereits heute das insgesamt bessere Erlebnis.
FAQ zu Sardinien Norden oder Süden
Ist der Norden oder der Süden Sardiniens besser für Erstbesucher?
Für die meisten Erstbesucher mit normalem Budget bietet der Süden insgesamt das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Cagliari bietet echte städtische Kultur, Geschichte und Essen, während Strände wie Villasimius und Chia genauso schön sind wie alles im Norden, nur günstiger. Erstbesucher mit größerem Budget, die Strandglamour und Luxus-Resort-Erlebnis priorisieren, sollten in den Norden schauen, konkret nach San Teodoro oder zur Costa Smeralda.
Wo sind die schönsten Strände, im Norden oder im Süden?
Beide Regionen haben Weltklasse-Strände, keine gewinnt insgesamt. Die Strände im Norden (Spiaggia del Principe, Cala Coticcio, Cala Brandinchi) sind dramatischer und fotogener, können aber vom Maestrale-Wind betroffen sein. Die Strände im Süden (Tuerredda, Chia, Porto Giunco) sind durchgehend besser zum Schwimmen geeignet und ruhiger. Der Golfo di Orosei, technisch der Osten, hat die außergewöhnlichste Landschaft von allen drei. Unser Guide zu Sardiniens schönsten Stränden deckt alle mit praktischen Anreiseinformationen ab.
Wie viel teurer ist der Norden Sardiniens als der Süden?
Im Juli und August kosten Unterkünfte nahe der Costa Smeralda typischerweise 40 bis 60 Prozent mehr als vergleichbare Häuser bei Villasimius. Restaurantpreise in Porto Cervo können zwei- bis dreimal so hoch sein wie in Cagliari. Außerhalb der Hochsaison (Mai, Juni, September, Oktober) schrumpft die Lücke deutlich, und beide Regionen werden zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Kann man Norden und Süden Sardiniens in einer Woche besuchen?
Du kannst, aber du musst akzeptieren, dass zwei Tage deiner Woche größtenteils mit Fahren und Ankommen verbracht werden. Olbia nach Cagliari sind etwa drei Stunden. Ein besserer Ansatz für eine Woche ist, eine Region zu wählen und sie richtig zu erkunden. Für zwei Wochen ist ein Norden-Süden-Roadtrip über den Golfo di Orosei einer der besten Autourlaube im Mittelmeer.
Welcher Teil Sardiniens ist im August weniger überfüllt?
Keine der beiden Regionen ist im August unüberfüllt. Die Nadelöhre im Norden (Cala Brandinchi, La Pelosa) und die Fährschlangen für La Maddalena sind besonders intensiv. Das Gedränge im Süden ist geografisch breiter verteilt, aber bei Villasimius und Costa Rei trotzdem erheblich. Der Golfo di Orosei ist von Juli bis Mitte August per Boot überfüllt, bleibt aber zu Fuß ruhig. Die Westküste mit der Halbinsel Sinis ist im August mit deutlichem Abstand die am wenigsten überfüllte Option. Für ein vollständigeres Bild deckt unser Reisekalender Monat für Monat jeden Monat ab.
Ist der Süden Sardiniens gut für Familien mit kleinen Kindern?
Ja, und das aus strukturellen Gründen. Die Strände bei Villasimius, Costa Rei und Chia haben ruhiges, flaches Wasser, das für Kinder unter acht Jahren gut geeignet ist. Die Wassertemperatur erreicht im Juli an südlich ausgerichteten Stränden 26 bis 27 Grad. Forte Village bei Pula hat das vollständigste Kinderprogramm der Insel, mit eigenen Clubs für verschiedene Altersgruppen. Unser Guide zu Sardinien im Juli enthält konkrete Strandempfehlungen für Familien.
Welcher Flughafen ist der beste für welche Region?
Olbia (OLB) für Norden und Nordosten: Costa Smeralda, La Maddalena, San Teodoro, Porto Cervo. Alghero (AHO) für den Nordwesten: Stadt Alghero, Stintino, Sassari, Asinara. Cagliari (CAG) für Süden und Westen: Cagliari, Villasimius, Costa Rei, Chia, Pula und die Halbinsel Sinis. Cagliari ist auch die beste Option für ganzjähriges Reisen, da hier der stärkste Nebensaison-Flugplan besteht. Unser Flughafen-Guide für Sardinien (auf Englisch) deckt Routen und Distanzen ab.
Welche Region ist besser für einen Luxusurlaub?
Der Norden, konkret die Costa Smeralda und das Gebiet zwischen Porto Cervo und Palau, hat die höchste Konzentration an Premium-Häusern im Mittelmeer. Hotel Cala di Volpe, Romazzino, Pitrizza, 7Pines und das Cervo Hotel setzen den Standard. Für eine andere Art von Luxus bietet Forte Village im Süden Resort-Stadt-Maßstab und wurde wiederholt zum World’s Best Family Resort gewählt. Für einen vollständigen Vergleich siehe unseren Guide zu den besten Strandresorts.
Quellen
- Regione Autonoma della Sardegna, Assessorato del Turismo: offizielle Tourismusdaten und Vorschriften zu Schutzgebieten
- Parco Nazionale dell’Arcipelago di La Maddalena: Navigations- und Zugangsregeln für den Archipel
- Area Marina Protetta Capo Carbonara (Villasimius): Vorschriften des Meeresschutzgebiets
- Istituto Nazionale di Statistica (ISTAT): regionale Tourismusdaten
- Sardiniabella.com: interne Guides zu Stränden, Flughäfen, Unterkünften und saisonalen Reisezeiten









